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den persischen Silbersiglos. Aus altegyptischen Inschriften
lässt sich eine ähnliche Werthrelation erkennen, aber ganz
ebenso unzweifelhafte Beweisstücke sprechen dafür, dass ab
wechselnd mit dieser Werth relation in den Staaten der alt-
asiatischen Cultur auch das Verhältniss von 13 zu 1, 12 zu 1
und IIV2 zu 1 sich lange Zeit erhielt. Geschichtliche Docu
mente aus der Zeit vor Christus berichten auch über vor
übergehende Werthrelationen von 10 zu I und von 8 zu 1 ;
sowie umgekehrt 21-8 v. dir. in Horn einmal Goldmünzen in
(1er Relation von 1714 zu 1 geprägt wurden. Man sieht also
dass Schwankungen von über UH) l’ercent sich aus der ältesten
Zeit nachweisen lassen.
Unter den römischen Kaisern hielt sich die Werthrclation
der Gold- und Silbermünzen im Durchschnitte auf ungefähr
11 zu 1. Doch war dieselbe steten Schwankungen unter
worfen und zu Constantins Zeiten galt 14 zu 1 als das Nor
male. Die Ursachen all’ dieser Veränderungen waren wohl
die nämlichen, die auch heute die Preise der Edelmetalle be
einflussen, nämlich neue Funde reichhaltiger Silber- oder Gold
minen, neu angeknüpfte Handelsbeziehungen mit Ländern, die
stärkeren Begehr nach Silber oder Gold hatten, oder von diesen
^Metallen bedeutende (Quantitäten abgeben konnten.
Im ganzen Mittelalter schwankte die Werthrelation ört
lich und zeitlich zwischen 12’ , zu 1 und 0 zu 1. Anhalts
punkte dafür, dass das Gold unter das Neunfache des Silber-
werthes im I’reise gesunken sei, sind uns nicht erhalten, wohl
aber stieg sein Werth, wenn auch nur vorübergehend, bis
über das Dreizehnfache. ’)
') Soetboer vi'röftentliclit im 1875er Dando von Mirth’s .\nnalen einige Zn-
sammenstellungen über die Werthrclation der Edelmetalle nach englischen und
deutschen Quellen. Er bemerkt dabei, dass diese (¿ucllen mit einiger Vorsicht
zu gebrauchen seien, da nicht überall klar ware, ob nicht in mancheir hallen
der zur Zeit angenomiuene Goldmünzfuss zu Finanzoperationen benützt wurde.
Unter diesem Vorbehalte ergibt sich aus englischen Münzverordnungen von
1104 bis 1404 folgende Schwankung der Werthrelation;
im Jahre 1104 wie 1 : O-o
„ „ 1256 „1:9.,
„ „ 1262 „ 1 : 9-,
„ „ 1292 „ 1 : l2.i(V)
„ „ 1344 „ 1 : 110
„ „ 1346 „ 1 . 11.;
im Jahre 1352 wie 1 : ll'.¿
1412 „ 1 : 10..,
1422 „ 1:12
1465 „ 1 : 11.,
1494 „ 1:12