Full text : Währung und Handel

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Vom  letzten  Decenniiim  des  17.  Jahrliundertsbis  zum  .Jahre
1H5()  dagegen  zeigten  die  Gold-  und  Silberpreise  eine  verhältnissmässige
  Stabilität.^)  Die  Schwankungen  überragter]  nur  selten
1  Percent,  es  war  also  eine  Epoche  verhältiiissmässiger  Kühe  eingetreten. ­
  Zwar  dauerte  die  Silberzufuhr  aus  Amerika  im  unverminderten, ­
  ja  im  gesteigerten  Masse  fort,  aber  gleichzeitig  hatte
sich  auch  die  Goldzufuhr  wesentlich  gehoben,  und  was  die
Hauptsache  ist,  die  ostasiatischen  Länder  begannen  jetzt  stets
steigende  Quantitäten  Silbers  zu  absorbiren,  so  dass  dem
amerikanischen  Silber  ein  theilweiser  Abfluss  nach  Gstasien
ei'öflhet  war.  Erklärt  wird  dieser  Abfluss  nach  Ostasien
durch  den  Umstand,  dass  die  Werthrelation  der  Edelmetalle
zu  Anfang  des  18.  Jahrhunderts  in  Japan  0  zu  1,  in  China
10  zu  1  und  in  Ostindien  12  zu  1  war,  und  dass  der  gesteigerte ­
  Consum  ostindischer  Artikel  in  Europa,  dem  damals
noch  kein  irgendwie  nennenswerther  Consum  euro])äischer
Artikel  in  Ostasien  gegenüberstand,  die  jährliche  Ausgleichung
eines  in  der  Bilanz  des  Waarenhandels  sich  ergebenden  Saldos ­
  an  Ostindien  erforderte.

*)  Nach  den  halbwöchentlichen  Notirungen  im  Hamburger  ('oursblatte
berechnet  Soetbeer  die  folgenden  zehnjährigen  Durchschnitte.

Jahr
1687—1690
1691—1700
1701-1710
1711-1720
1721-1730
1731-1740  .
1741-1750
1751—1760
1761-1770
1771-1780
1781—1790
1791—1800
1801-1810
1811-1820
1821-1830
1831—1840
1841-1850.

(ioldpieiB  in
Hamburg  Mk.  Banco
per  Mk.  f.

Hieraus  sich  ergebende
Werthrelation  des  Goldes  zum
Silber

415..  ,  1
415.«
423..  ,
420..  ,
418..  ,
418..  ,
414.3,
405,0
410.00
406.3,
409..  ,
427.3,
433..  ,
430,3
438..  ,
434..  ,
59®/,,  Pence  pr.  Pfund  St.

14-  98
14.  „
15..  ,
15.  „
15-  09
Id-o,
14-  93
14..  9
14..  ,
14.  „
14.,  «
15.  „
15«,
15.3,
15.80
15  s,
15-  83
            
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