Full text: Währung und Handel

(1er Sechziger Jahre rund 450.000 Pfund (lewicht ini Werthe 
von ungefähr 20 IMillionen Gulden betragen. Die«çlbe 
aber betrug ini Jahre 1870 750.000 Pfund im Werthe von 
iVò^lt Millionen und stieg im Jahre 1875 annähernd auf 
2,700.000 Pfund im Werthe von 120 Millionen Gulden. Durch 
diesen neuen Zufluss ist die gesanimte Silberproduction auf 
ungefähr d,000.000 Pfund im Werthe von 102 Millionen Gulden 
gestiegen, hat sich also um mehr als 80 Percent gegen das 
vorige Decennium vermehrt, während gleichzeitig die Gold 
gewinnung von rund 240 Millionen Gulden gegen Ende des 
vorigen Decenniums auf 190 Millionen Gulden im IMittel der 
letzten Jahre sank. Während also im Decennium 1851 —18()0 
die (Goldgewinnung auf 75 9 Percent und die Silbergewinnung 
auf 24'1 Percent und im Decennium 1801—1870 die erstere 
noch immer auf 07‘4 Percent, die zweite auf J2'0 Percent ver 
anschlagt wurde, schätzt Soetbeer für die 4 Jahre 1871 18 <4 
die Gold])roduction nur mehr auf 50 Percent gegen 44 Percent 
Silbergewinnung und für 1875 dürfte sich das Verhältniss 
vollends auf 54 Percent zu 40 Percent stellen. 
Mit dieser Verminderung des Angebotes für Gold und 
der Vermehrung desselben für Silber ging aber Hand in Hand 
einerseits eine Verminderung der Nachfrage für Silber, ander 
seits eine Steigerung der Goldnachfrage. Als hauptsäch 
licher Grund der verminderten Silbernachfrage wurde bereifs 
die Veränderung im Silberbedarfe üstasiens angedeutet. 
Während nämlich, wie früher gezeigt worden ist, die Ver 
schiffung per Ueberlandpost in den Jahren 1857—1805 durch 
schnittlich 2,920.000 Pfund im Werthe von Ul IMillionen 
Gulden betrug, also um ungefähr 900.000 Pfund mehr als die 
damalige durchschnittliche Silberproduction, sank im Decennium 
18GÜ—1875 die durchschnittliche Verschiffung auf 1,000.000 
Pfund im Werthe von 47^4 IMiHionen Gulden, d. i. um unge 
fähr 2 ]\Iillionen Pfund Gewicht unter die durchschnittliche 
Gewinnung dieses Decenniums und um 2’/» Millionen Pfund 
unter die Gewinnung des letzten .Jahres. Zur selben Zeit ver 
minderte sich aber auch der ^lünzbedarf Europa’s an Silber, 
ja mau kann sagen, dass hier die Silberausprägungen bis auf 
veihältnissmässig sehr geringe Beträge ganz eingesfellf wurden. 
Zwei der grössten Staaten mit Silberwährung, Oesterreich und
	        
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