Full text : Währung und Handel

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Edelmetalle  dieser  Billigkeit  ein  Ende  ;  ist  dagegen  der  Edek
metallzufluss  gehemmt,  so  bleiben  die  Preise  der  Werthpapiere
im  Inlande  die  nämlichen,  der  steigende  Wechselcours  aber
vertheuert  dem  Anslande  den  Bezug  und  schränkt  dadurch
die  Exporte  ein.  Ebenso  wird  umgekehrt  im  Falle  des  steigenden ­
  Effectenimports  und  der  dadurch  heraufbeschworenen  ungünstigen ­
  Zahlungsbilanz  bei  Behinderung  des  Goldabflusses
die  fernere  Effecteneinfuhr  statt  durch  eine  directe  Preisermässigung
  im  Inlande,  durch  erschwerte  Beschaffung  der  Zahlmittel
  auf  das  normale  Mass  zurückgeführt.
IMan  mag  daher  die  Sache  wie  immer  betrachten,  der
hohe  Schlagschatz  stört  in  schädlicher  Weise  die  Erhaltung  des
wirthschaftlichen  Gleichgewichts  zwischen  Productionskosten,
Circulationsmitteln  und  Zinsfuss  und  ruft  dadurch  Erschütterungen ­
  hervor,  die  blos  deshalb  nicht  so  leicht  in  ihren  üblen
Consequenzen  erkannt  werden,  weil  es  verhältnissmässig
geringe  Grössen  sind,  um  die  es  sich  dabei  handelt.  Mehr  als
I  Percent  wird  ein  civilisirter  Staat  nicht  so  leicht  an
Schlagschatz  erheben,  weniger  als  Ve  Percent  kann  andererseits
aus  Rücksicht  für  die  Leistungsfähigkeit  der  Münzstätten  nicht
gefordert  werden.  Die  Differenz  beträgt  also  im  Maximum
Percent.  Aber  auch  dieser  Bruchtheil  fällt  im  internationalen
Handel  grosser  Staaten,  wo  im  .lahresdurchschnitte  Hunderte
und  Tausende  von  Millionen  bewegt  werden,  schliesslich  doch
mit  sehr  bedeutenden  Gewinn-  oder  Verlustziffern  in’s
Gewicht,  und  auch  die  Bück  wirk  un  g  auf  die  gesammten  wirthschaftlichen ­
  Verhältnisse,  obwohl  sie  von  Fall  zu  Fall  kaum
wahrzunehmen  ist,  kann  am  Ende  doch  ihren  Effect  nicht
verfehlen.  Vortheile  aber  bietet  der  hohe  Schlagschatz  im  Allgemeinen ­
  nicht,  u.  z.  weder  in  finanzieller  noch  in  wirthschaftlieber
  Hinsicht.
Wenn  jedoch  Seyd  glaubt,  dass  die  Präponderanz  Englands
auf  dem  Geldmärkte,  insbesondere  sein  nahezii  unbestrittenes
Monopol  in  der  Vermittlung  von  Wechseltransactionen  aller
handeltreibenden  Länder  h  auptsäch  lieh  auf  die  geringe
Höhe  der  englischen  Münzgebühr  zurückzuführen  sei,  ja  wenn  er
die  Hoffnung  aussprieht,  dass  Deutschland,  wenn  es  in  dieser  Hinsicht ­
  England  nachahme,  dadurch  allein  schon  in  die  Lage
kommen  dürfte,  den  englischen  Wechselmarkt  zu  entbehren,  so  ist
            
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