Full text : Währung und Handel

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giiiift’  zalilreicher  wichtiger  Waaren  selir  einptiiidlich  trat.  Von
Artikeln  dieser  Art  sind  in  der  Tabelle  Bier,  Fleisch,  AVein
und  Spiritus  enthalten,  von  denen  zwei,  nämlich  Fleisch  und
Bier,  thatsächlich  über  den  allgemeinen  Durchschnitt  hinaus
gestiegen  sind,  während  AVein  sich  in  seiner  Preissteigerung
iin  Alittel  der  anderen  AVaaren  hielt  und  der  Preisautschlag
auf  Spiritus  vollends  hinter  dem  Alittel  zurückbleibt.  AVürde
man  also  auch  diese  AVaareu  aus  den  Tabellen  eliminiren,  so
könnte  dies  die  gefundenen  Resultate  nicht  wesentlich  alteriren.
Im  Uebrigen  mag  man  über  die  AVirkung  der  Steuern
auf  die  Preise  denken  wie  immer,  so  könnte  man  durch  diesen
Factor  höchstens  eine  theilweise  Erklärung  dafür  linden,  warum
die  Preise  von  Anfang  bis  zum  Schlüsse  der  Vergleichsepoche
in  Oesterreich  stärker  gestiegen  sind  als  in  den  minder  hoch
besteuerten  Ländern.  Keinesfalls  aber  liefert  diese  Annahme
auch  nur  den  geringsten  Erklärnngsgrund  für  die  ganz  merkwürdigen ­
  AVellenbewegungen  der  I’reise  in  den  einzelnen
Epochen.  Ahm  1854  bis  185(5  und  von  18(51  bis  18(55  hat  eine
Erhöhung  des  Steuerdruckes  nicht  stattgefunden  nnd  die  abnorme ­
  Preissteigerung  in  diesen  Fj«ochen  lässt  sich  daher  aus
den  'Steuerverhältnissen  durchaus  nicht  hegründen.  AVährend
umgekehrt  gerade  in  der  Kpoche  sinkender  Preise  1858  bis
18(51  der  italienische  Krieg  thatsächlich  den  Steuerdruck  erhöhte. ­

Es  bleibt  zur  Erklärung  der  Preissteigerung  und  der
Preistluctuationen  noch  der  Einlluss  der  Kriege  zu  untersuchen*. ­
  Von  solchen  haben  während  der  letzten  2(5  .lalire  fünf
von  grösserem  Umfange  stattgefunden  :  der  Revolutionskrieg
von  1848—18411,  der  Krimkrieg  von  1855—1854,  der  italienische ­
  Krieg  im  Jahre  18511,  der  preussiscli  -  österreichische
Krieg  im  Jahre  18(5(5,  und  der  deutsch-französische  Krieg  von
1870—1871.  Es  muss  nun  vor  Allem  principiell  bestritten  werden, ­
  dass  den  Kriegen  jener  grosse  Einlluss  auf  die  Preis  Verhältnisse ­
  innewohnt,  der  ihnen  ziemlich  allgemein  zugeschrieben ­
  wird.  Die  Kriege  steigern  allerdings  die  Preise  aller
AVaaren,  die  zum  eigentlichen  Kriegsbediu’fe  gehören,  sie  hindern ­
  auch  die  Production  sehr  häutig  im  Allgemeinen,  aber
sie  gleichen  du'S  wieder  dui'ch  eine  Einschränkung  der  allge-
            
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