Full text : Die Social-Demokratie

Arine  Versöhnung.

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„Kinder  und  vor  Allen  auch  noch  die  Vertreter  der  Presse,
„welche  die  öffentliche  Meinllng  beherrschen.
„Die  Wissenschaft  ist  durch  das  Geld  beeinflußt,
„und  ebenso  die  Religion,  die  Schule,  die  Preste  —
„ja  die  ganze  heutige  Gesellschaft.
„Versöhnung  und  immer  wieder  Versöhnung  und
„dieser  Ruf  ist  nur  eine  Verhöhnung  der  Armen  und
„Elenden,  der  Enterbten  und  Hungernden."
In  der  folgenden  Nummer  wird  daffelbe  Thema  besprochen ­
  :
„Versöhnung  ist  Verhöhnung  der  Arbeiter,  wenn  sie  aus
„der  Grundlage  der  jetzigen  Gesellschaft  angebahnt  werden
jo#  —  und  deshalb  ist  die  Erweckung  des  Klassenbewußt-„seins,
  das  Absondern  der  Arbeiterklasse  von  der
„übrigen  Gesellschaft  der  erste  Schritt  zum  Siege,  und  diese
„Absonderllng  geschieht  durch  das  Predigen  der  Lehre  Lassalle's
„und  durch  die  festgegliederte  Organisation  des  Allgem.
„deutschen  Arb.-Vereins,  in  welcher  der  Arbeiter  fühlt,  daß
„er  zur  geschlossenen  Arbeiterklasse  gehört."
Eine  Versöhnung  verträgt  sich  also  aus  principiellen
Gründen  nicht  mit  den  Plänen  der  Social-Dcmolratie.  Sic
will  den  Klassenhaß  als  Voraussetzung  des  Älassenkampfes,
den  sie  für  nothwendig  hält,  den  sie  fortwährend  schürt  und
pflegt.  Der  „R.  Social-Demokrat"  schreibt  (1871,  56):
„Der  Klasienkampf  ist  zwar  ein  gewaltiges,  zerstörendes
„Uebel,  aber  gerade  da  ist  es  doch  vor  Allem  an  der  Zeit,
„nicht  blindlings  zu  rufen:  Fort  mit  dem  Klasienkampf!
„sondern  erst  einmal  zu  untersuchen,  ob  sich  derselbe
„überhaupt  beseitigen  läßt,  so  lange  es  Kapitalisten
„und  besitzlose  Lohnarbeiter  gibt.  Und  unsere  Antwort  ist
„darauf  ein  entschiedenes  „Nein"!"
Die  Grundursache  des  Klasienkampses  sucht  also  vie
            
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