Dr-ļredUirung des LhnstenthumS.
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Kanzelredcablegt: „Die Diskreditirung des Namens ist nöthig,
„um der Sache den Garaus zu machen", so hat man den
rechten Maßstab zur Beurtheilung obiger Lästerrede.
Es ist nicht nöthig, noch an weiteren Beispielen zu zeigen,
wie der „Volksstaat" die unrühmliche Kunst des Diskredi-
tirens meisterhaft versteht und fleißig übt. Nur ganz kurz
wollen wir noch erwähnen, daß es eine beliebte Manier ist,
die Religion als ein bequemes Mittel der Knechtung und
Ausbeutung zu dennnciren. So schreibt der „Volksstaar"
1873, 114;:
„Die Religion ist seit undenklichen Zeiten und bei allen
„Völkern das hauptsächlichste Nassührungs- und Ausbeu-
„tungsmittel gewesen. Einerlei ob die Priesterherrschaft selbst
„die Staatsgewalt in Händen hatte, oder der Staatsgewalt
„diente, stets ist sie für den Rückschritt und die Barbarei
„eingetreten."
Man sieht, der „Volksstaat" versteht es, vom Christen--
thunl et« solch' häßliches Bild zu zeichnen, daß derjenige,
welcher das Original nur oberslächltch kennt, gewiß nicht
angezogen, sondern sicherlich abgestoßen werden wird, zumal
da es in unseren Tagen mit der Kenntniß in christlichen
Dingen und deren richtigen, Verständniß mangelhast genug
bestellt ist, und somit nur Wenige im Stande sein werde»,
die Fälschung alsbald zu erkennen. Mir kluger Berechnung
sind die falschen Farben ausgewählt. Der Feind des Chri
stenthums darf sicher darauf rechnen, die Arbeiter demselben
zu entfremden, wenn er cs zu den heutigen Bestrebungen der
Arbeiterwelt in direkten Gegensatz stellt. Bei dem Streben
der Arbeiter nach Besserung ihrer Lebenslage ihnen das
ChristenthllUl als Religion der Kastelung und bei ihrem
Kampf gegen jegliche Ausbeutung das Christenthum als das
beste Ausbeutnngsmittel, somit als den natürlichen Gegner