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I Einleitung.
der socialistischen Bestrebungen noch vorherrschend ist. Sämmtliche
Verkaufsläden des nach den Principien von Schultze-Delitzsch
organisirten Stuttgarter Consumvereins haben den
Vertrieb der „Süddeutschen Volks-Zeitung" übernommen und
setzen ihn bis auf den heutigen Tag fort, nachdem Jedem,
der nur lesen kann, völlig klar gelvorden sein muß, daß das
Aushängeschild „Organ für das arbeitende Volk" den in
diesen! Organ gepredigten Socialismus nur maskiren soll.
Gewiß eine alles Maß überschreitende Toleranz des Stuttgarter
Consumvereins, wenn man erwägt, in welch principiellem
Gegensatz Schultze-Delitzsch zu Lassalle steht. Eine
gleiche Verleugnung des Princips wird die social-demokratische
Partei sich niemals zu Schulden kommen lassen.
Auf die Vermehrung der Lokalzeitungen legt die Social-Deniokratie
großen Werth.*) Sie geht jedoch hierbei mit
*) Nach dem Organisations-Entwurf der „deutschen Arbeiterpartei,"
welche durch Bereinigung der seitherigen socialistischen
Fractionen „deö Allg. deutsch. Arb -BcreinS" und der „socialdemokratischen
Arbeiterpartei" auf dem auf 23 —25 Mai d. I.
ausgeschriebenen Kongreß der Social-Demokraten Deutschlands
gebildet werden soll, ist die Gründung von Lokalblättern für die
Zukunft von der Zustimmung der obersten Parteileitung abhängig
gemacht. #. 18 sagt hierüber: „Zur Begründung von lokalen
Parteiblättern ist die Zustimmung des Vorstandes, der Kontrolkommission
und des Ausschusses, welchem über die bezüglichen
örtlichen Verhältnisse rechtzeitig und ausführlich berichtet werden
muß, erforderlich. Nur solche Blätter, welche mit Zustimmung
genannter Parteibehörden in S Leben treten, sind als Parteiorgane
zu betrachten, und können die moralische und materielle Unterstützung
der Partei beanspruchen. Die lokalen Partei-Blätter
haben sich in principiellen Fragen an das Parteiprogramm zu
halten, und sind gleich den beiden in §. 14 genannten Organen
in taktischen Parteifragen dem Vorstand unterstellt." Volksstaat
1875, 27