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Lackawanna- und Western-Eisenbahn wegen Nichterfüllung
verwirkt waren, er es gewesen sei, der am 2. April 1855 eine
Vorlage durchgebracht habe, die „alle Privilegien wieder-
herstellte und weitere wichtige Rechte gewährte“. Er
klagte über die übertriebenen Ausgaben der Direktoren
und hob ausdrücklich hervor, daß, als er gewünscht hatte,
einen Rechnungsrevisor zu erhalten, Blair und die anderen
Direktoren sich geweigert hätten, einen zu ernennen. In
bezug auf den Diebstahlsprozeß schrieb Phelps, „einer
unserer Leiter (Blair) ist ein Direktor und großer Aktionär
in der Lackawanna-Eisen- und Kohlengesellschaft; er be-
sitzt den achten Teil der Lehigh- und Tobyanna-Land-
gesellschaft; er hat weitgehendes Interesse an dem Grund-
besitz längs der Bahnlinie und ist Präsident der Warren-
Eisenbahn, deren wichtigster Unternehmer sein Sohn ist.
Ein anderer Sohn ist Direktor und sehr großer Mitbesitzer
der Lackawanna-Eisen- und Kohlengesellschaft‘“1) usw.
In einem anderen privaten, vom 17. Januar 1857 datierten
Rundschreiben bezeichnete Phelps Blair als „einen der Teil-
haber, auf die er besonders Bezug genommen habe“ und als
„Meinen Maßregeln systematisch sich entgegenstellend*“,
Die abgerissenen Einblicke, die wir aus diesen Berichten
gewinnen, bilden zweifellos nur einen Hinweis auf die
vielseitigen sorgfältig ersonnenen Diebstähle, die von Blair
nach jeder zugänglichen Richtung ausgeführt wurden ?).
Blairs Eisenbahnen im Westen
Blairs Beute bei diesen Unternehmungen scheint sehr
groß gewesen zu sein. Sein Verfahren war so erfolgreich,
1) „Private Erklärung an die Aktionäre der Delaware-, Lackawanna- und Western
Eisenbahngesellschaft, 1856“, 6,
?) So sehr nachgiebig das Gesetz auch war, wenn kapitalistische Interessen in
Frage kamen, so hat es doch nachdrücklich erklärt, daß es als grundlegendes Prinzip
anerkenne, es sei gegen die Staatspolitik, Kontrakte über den Bau einer Eisenbahn
mit einem Direktor oder Beamten der Gesellschaft zuzulassen. „Alle solche Kon-
trakte,‘“ sagt Elliott, „erscheinen sehr verdächtig und sind nach den klarsten Prin-
zipien der Staatspolitik, wenigstens dann, wenn der gute Glaube fehlt, aufhebbar
oder, nach einigen Autoritäten, nichtig.“ (Siehe Elliott on Railroads, 2, 839—840.)
Dies klingt in der Theorie ganz schön, aber in der Praxis haben die Gerichtshöfe
immer wieder Gründe gefunden, diese Betrügereien zu sanktionieren.