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als cinc gesetzmäßige Interessenvertretung der selbständigen Kanflente anzusehen
sind, der Gedanke sympatisch berühren, daß die Handlungsgehülfen
eine Vertretung in den Handelskammern erstreben; es würde hiernach eine
Organisation geschaffen sein, welche es den letzteren erlaubt, in Verbindung
mit den Prinzipalen an der Heilung der socialen Schaden im Kaufmannsstande
zn arbeiten. Eine gegenseitige Anssprache würde vielleicht eher versöhnend
als entfremdend wirken können.
Eine Vertretung der Handlungsgehülfen ist aber mit Erfolg kaum
denkbar, wenn nicht die lokalen Vereine einen Rückhalt haben in einer
festen großen Organisation, die es ihnen erlaubt, von allgemeineren Gesichtspunkten
aus die Beseitigung lokaler Übelstände in den örtlichen Handelskammern
zu erkämpfen. Ebenso verfehlt würde der Gedanke einer Vertretung
der Handlungsgehülfen im deutschen Handelstage sein, so lange es
nicht klar ist, wer vertreten wird. Auch hier kann eine wirksame Vertretung
nur statthaben ans Grund einer selbstgeschaffenen Organisation der
kansmänuischen Vereine für das ganze Gebiet des Reichs.
Als dritte Forderung ist die fortlaufende Untersuchung der
sozialen und wirtschaftlichen Lage der Handlungsgehülsen bezeichnet worden.
Eine objektive Untersuchung muß die Grundlage der sozialen und wirtschaftlichen
Weiterbildung der Handlungsgehülsen bilden, falls es ihnen
wirklich ernst ist, ihre Lage den konkreten Verhältnissen entsprechend umzugestalten.
Aber auch eine derartige fortlaufende Untersuchung der wirtschaftlichen
und sozialen Verhältnisse wird nur möglich sein bei einergenügend
erstarkten und einheitlich durchgebildeten Organisation. Indessen
liegen hier die Verhältnisse etwas anders als bei der Organisation selbst.
Während bei letzterer ein Wechsel des Vororts im Interesse der Belebung
der Organisation liegt, scheint cs für die fortlaufende und wirtschaftliche
Untersuchung angemessener, ein Organ zie wählen, welches gewissermaßen
über den Parteien steht und seine Erfahrungen 51t festen leitenden Grundsätzen
in der Behandlung derartiger Untersuchungen zu verwerten imstande
ist. Ein solches Organ ist nun in der That bereits in seinen Anfängen
vorhanden. Ans der Versammlung des Verbandes kaufmännischer Vereine
für öffentliche Vorträge zu Chemnitz ist mit großem Nachdruck die immer
dringender werdende wirtschaftliche Frage im Kanfmannsstande erörtert und
eine besondere Abteilung des Verbands zur Untersuchung wirtschaftlicher
Fragen begründet worden. Hier wäre der Anknüpfungspunkt zur Weiterbildung
gegeben. Das geistige Band, welches der Deutsche Vortragsverband,
welcher den einzelnen kaufmännischen Vereinen selbständig gegenübersteht,
um diese bereits geschlungen hat, würde durch eine Erweiterung
dieses Verbandes zur Warte über die wirtschaftliche Lage der Handlungsgehülfen
nur noch fester geknüpft werden. In ihm wären alle Vorbedingungen
zu einer dauernden Untersuchung der socialen und wirtschaftlichen
Lage der Handlungsgehülsen geboten und durch ihn wäre vielleicht auch
am ehesten die Möglichkeit gegeben, den Gedanken einer einheitlichen Organisation
und Centralisation der kaufmännischen Vereine der Verwirklichung
näher zu führen. Der kaufmännischen Fachpresse aber fällt die Ausgabe