Full text : Die Zölle und Steuern sowie die vertragsmässigen auswärtigen Handelsbeziehungen des Deutschen Reiches

Umfang,  Größe  und  Einwohnerzahl  des  Deutschen  Zoll-  und  Reichsgebietes.  31
fiir  Staatswissenschaften  Bd.  28.  Dann  Schraut's  Broschüre  über  die
Handelsverträge  und  die  Meistbegünstigungsklausel,  Berlin  1884
welche  dieses  Thema  zum  ersten  Male  gründlich  und  mit  großer  Sachkenntnis
1  Ueber  die  Branntweinbesteuerung  in  Sachsen  gibt  G.  Wahl's
Werkchen  über  diesen  Gegenstand  (Dresden  1870)  sehr  gute  Aufschlüsse.
Das  neueste  Gesetz'  über  die  Statistik  des  Waarenverkehrs  des
Deutschen  Reiches  v.  20.  März  1879  hat  Bodenstein  mit  allen  Ausführnngsbestimmungen
  herausgegeben  (Berlin  1880).  Reinhold  hat  die  nettesten  gesetzilnd
  regulativmäßigen  Bestimmungen  über  die  Tabacks  besten  e  run  g  nach
dem  Gesetze  v.  16."  Juli  1879  als  Handbuch  in  Berlin  1880  erscheinen  lassen.
Außerdem  verdienen  besondere  Erwähnung  W.  Dittmar's  Handbuch  über
die  Preuß.  Branntweinsteuer.  Posen  1865.  Appelt's  Werkchen  über
die  Gesetzgebung  betr.  die  Tabackbesteuerung  und  Salzabgabe  <1870).
Philippi's  Beiträge  zur  Geschichte  der  Statistik  der  Deutschen  Messen.')
Dr.  E.  Löbe's  Deutsches  Zollstrafrecht  von  1881  füllt  eine  Lücke
in  der  Literatur  ans,  ebenso  Gaupp's  Kommentar  zum  Reichsgesetze  über
die  Stempelabgaben  v.  1.  Juli  1881.  Berlin  1881.
Schließlich  ist  noch  zu  erwähnen  ein  im  Oktober  1884  von  dem  Reichs-Schatz
  amte  herausgegebenes  Aemter-Verzeichniß  für  die  Verwaltung  der  Zölle,
Reichssteuern  und  Uebergangsabgaben.

III.  Abschnitt.
Umfang,  Größe  und  Einwohnerzahl  des  Deutschen
Zoll-  und  Reichsgebietes.
Rach  Artikel  33  der  Deittschen  Reichsverfassung  bildet  das  Deutsche  Reich
und  zwar  das  Staatsgebiet  von  Preußen  mit  Lauenburg,  Bayern,  Sachsen,
Württemberg,  Baden,  Hessen,  Mecklenburg-Schwerin  und  Strelitz,  Sachsen-Weimar,
  Oldenburg,  Braunschweig,  Sachsen-Meiningen,  Sachsen-Altenbnrg,
Sachsen-Koburg-Gotha,  Anhalt,  Schwarzburg-Rndolstadt  und  Sondershausen,
Waldeck,  Renß  ältere  und  jüngere  Linie,  Schaumburg-Lippe,  Lübeck,  Bremen,
Hamburg,  ein  einheitliches  Zollgebiet,  umgeben  von  gemeinschaftlicher  Zollgrenze,^) ­
  dem  am  1.  Januar  1872  das  Reichsland  Elsaß-Lothringen  einverleibt
worden  ist?)

*)  S.  das  General-Register  zu  dem  Bundes-  u.  Rcichsgesetzbl.  von  1867—71  von  Hofrath ­
  Kleins  ch  inidt  (Leipzig  1872),  worin  eine  Uebersicht  der  betreffenden  Literatur  enthalte» ­
  ist,  u.  in  Laband's  „Staatsrccht  des  Deutschen  Reiches"  Bd.  I.  Tübingen  1876.
*)  Art.  1  der  Rcichsverfassung.  Die  Zollgrenze  ist  nach  Bundesrathsbeschluß  vom
14.  Juni  1880  (§  437)  bis  Cuxhafen  an  die  Unterelbe  verlegt  worden  am  1.  Jan.  1882.
S.  Abschn.  V.
3 )  Reichsgesetz  vom  9.  Juni  1871,  wegen  Einverleibung  von  Elsaß-Lothringen  (Reichsgcsctzbl.
  von  1871  S.  212)  und  vom  17.  Juli  1871  (Reichsgesetzbl.  von  1871  S.  247),  wegen
Aushebung  der  Zollgrenze  gegen  Elsaß-Lothringen  vom  1.  Januar  1872  an.
            
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