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schränkung der natürlichen Volksvermehrung in Vorschlag brachte,
hat recht wohl erkannt, daß der Kampf um das Dasein, der
auf das innigste mit dem von ihm gefundenen Bevölkerungsgesetze
zusammenhängt, den weitaus größten Theil alles Elends
und aller Armuth verschuldet; er hat jedoch nicht bedacht, daß
eben derselbe unerbittliche Kampf andererseits auch eine unentbehrliche
Quelle des Fortschrittes der Menschheit ist, sowohl nach
der körperlichen wie nach der geistigen Seite hin. Er bedachte
nicht, daß die Menschheit des Kampfes um das Dasein nothwendiger
Weise bedarf. Der ganze menschliche Organismus,
der körperliche sowohl wie der geistige, ist von der Statur für
diesen Kampf eingerichtet; nur in ihm findet der Mensch Befriedigung.
ohne ihn muß er verkümmern und verderben.
Der beständige Kampf unter den Nationen ist im Wcsentlichen
ein Kampf um den Grund und Boden; denn alle
menschliche Nahrung, die animalische sowohl wie die vegetabilische,
entquillt dem Grund und Boden. Sobald eine Nation lech in
dem Maße vermehrt hat. daß der von ihr bewohnte und beherrschte
Theil der Erdoberfläche die für sie nothwendigen Lebensmittel
nicht ferner zu erzeugen vermag, sieht sie sich gezwungen,
entweder durch Erweiterung ihres eigenen Landbesitzes oder durch
Zufuhr von Bodenprodukten aus fremden Ländern dem bestehenden
Nahrungsmangel abzuhelfen. Die Vergrößerung des nationalen
Grundeigenthums geschieht entweder durch friedliche
Besitznahme bis dahin herrenloser Ländereien oder durch Verdrängung
fremder Volksstämme aus ihren Sitzen, sei es mit
Gewalt, sei es mit List. Die Zufuhr ausländischer Bodenerzeugniffe
kann ebenfalls sowohl auf friedlichem als auch auf gewaltthätigem
Wege vor sich gehen; auf gewaltthatigem Wege
durch Unterjochung fremder Völker, durch Ausnutzung ihrer