Full text: Die Deutschen im Auslande

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hier wird, wie anderswo in Ostasien, die Küstenschiffahrt zum 
großen Theile von deutschen Fahrzeugen besorgt. 
Ostasien. Die wichtigsten Absatzgebiete für europäische 
Jndustrieerzeugnisse in Asien stnd — abgesehen von dem vom 
englischen Handel fast ausschließlich beherrschten Britisch-Jndien 
— ohne Zweifel die ostasiatischkn Reiche China. Japan und 
Korea. Diese uralten Kulturländer, deren Bevölkerung un- 
gefähr ein Drittheil der gesammten Menschheit ausmacht, sind 
sind schon jetzt in hohem Grade aufnahmefähig für die Erzeug- 
nisse europäischen Kewerbfleißes, und diese Aufnahmefähigkeit 
wird Jahrzehnte, ja vielleicht Jahrhunderte noch in fortwähren- 
dem Steigen begriffen sein. Insbesondere die nächste Zukunft 
eröffnet der europäischen Industrie in Ostasien die glänzendsten 
Aussichten, indem man nunmehr, wie es scheint ernstlich, daran 
geht, das dichtbevölkerte Innere des gewaltigen chinesischen Rei 
ches dem auswärtigen Handelsverkehr, welcher sich bis dahin 
nur auf eine verhältnißmäßig geringe Anzahl von Vertrags- 
Häfen beschränkte, durch Eiseubahnbauten zu eröffnen. In Ja 
pan ist ebenfalls die Erweiterung des bereits bestehenden Eisen 
bahnnetzes in Aussicht genommen. Es ist daher kein Wunder, 
daß die einzelnen europäischen Staaten in außerordentlich regem 
Wettbewerb bestrebt sind, ihrer Industrie, ihrem Handel den 
Löwenantheil auf dem großen ostasiatischen Markte zu sichern. 
Wenn die gegenwärtige Stellung Deutschlands in diesem hei 
ßen Kampfe als eine solche zu bezeichnen ist, welche den Sieg 
erhoffen läßt, so verdanken wir das nicht zum wenigsten der 
weisen Politik unserer Regierung, die im Gegensatz zu den 
Regierungen anderer Staaten mit ängstlicher Sorgfalt Alles 
vermied, was den ostasiatischen Reichen Anlaß zum Argwohn 
geben konnte, und in den subventionirten Postd ampfer-
	        
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