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gebirges. Von hervorragender Bedeutung ist die b a l t i s ch e
deutsche Preffe, deren freie Entwickelung leider durch den Druck
der russischen Zensur gehemmt wird. Von den baltischen Blättern
sei die ausgezeichnete „Rigasche Zeitung" namentlich erwähnt.
Außer in Riga erscheinen noch politische Tagesblätter
in Reval. Dorpat. Libau und Mitau, Wochenblätter in Gol.
dingen, Walk. Fellin. Pernau, Arensburg und Wesenberg.
Eine interessante Abhandlung über Geschichte und Bedeutung
der deutsch-baltischen Preffe befindet sich in Nr. 9 und 10,
Jahrgang 1887, der zu Berlin erscheinenden empfehlenswerthen
„Deutschen Post." Außer den bereits erwähnten seien noch
folgende russische Städte genannt, in denen deutsche Zeitungen
erscheinen: In den westlichen Gouvernements mit Polen in
St. Petersburg. Kronstadt, Warschau und Lodz; in den mittleren
Gouvernements in Moskau, Nischnij-Rowgorod, Penza
und Kursk; in Südrußland in Odessa, Rikolajew, Nowotscherkask,
Smolensk und Rostow am Don; in den östlichen
Gouvernements in Saratow, Samara, Kasan und Lymbirsk,
sämmtlich an der Wolga.
Auch in Rumänien bestehen Zeitungen in deutscher
Sprache, von denen das „Bukarester Tagblatt" und die „Bukarester
Zeitung" genannt seien. In Serajewo. der Hauptstadt
Bosniens, erscheint die „Bosnische Post."
Weit weniger als im Osten ist natürlich im Westen Europa's
das deutsche Preßwesen entwickelt. Deutsche Blätter erscheinen
in den großen Handelsplätzen London (3 oder 4
Stück), Antwerpen und Rotterdam.
Bezüglich der außereuropäischen deutschen Presse können
wir uns gänzlich auf W. Joe st verlassen, welcher unter Aufwand
von außerordentlicher Mühe ein vollständiges Verzcichniß