41
lind. Man schätzt die Gesammtzahl der Juden in Galizien auf
nahe an 450,000. Nach Andrer sind in Ostgalizien 2 Prozent
Deutsche und 11 Prozent Juden, in Westgalizien 3 Prozent
Deutsche und 7 Prozent Juden. In Westgalizien finden wir
Deutsche mit Polen gemischt in den Gegenden von B o ch n i a ,
Wicliczka und Candor. Fünf deutsche Dörfer bestehen
bei M i e l c e, acht in der Gegend von L e z i e s k.
Außerdem befinden sich im westlichen Galizien noch ungefähr
14 Städte und größere Ortschaften, in denen Deutsche und
Polen neben einander wohnen. In Ostgalizien zählt man un-
-gefähr 75 überwiegend deutsche Ortschaften. Die Deutschen
Lemberg's machen etwa 'h der Einwohnerschaft aus, die
übrigen */? bestehen nach Jung zu gleichen Theilen aus Polen
And Juden.
Bukowina. Die Bukowina soll unter einer Ge-
sammtbevölkerung von 658.504 Personen 108,820 Deutsche be-
Herbergen, also 17,7 Prozent. Diese Zahl wird jedoch bedeu-
tend, vielleicht um mehr als die Hälfte kleiner, wenn man die
deutschsprechenden Juden in Abrechnung bringt. Andrer
schützt unter Zugrundelegung älterer Zählungen die Deutschen
auf 8, die Juden auf 0,6 Prozent. Aller Wahrscheinlichkeit nach
haben sich inzwischen die Deutschen nicht vermehrt und die
Juden nicht vermindert. Nennenswerthe deutsche Sprachinseln
iw der Bukowina sind: Czernowitz, Moldauisch-Kim-
Polung und S U c z a w a ; letztere beiden in rumänischem
Gebiet.
b) Länder der ungarischen Krone.
Bei Besprechung der vielen und zum Theil bedeutenden
deutschen Siedelungen in den Ländern der Stefanskrone
fOlsten wir vorzüglich der kleinen, hochinteressanten Schrift von