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Capitel I.
3.
Alle Oekonomisten ohne Ausnahme sehen in dem
Preis einer Waare den unmittelbaren Ausdruck ihres
bei den Edelmetallen das ästhetische Wohlgefallen ist, welches
die unbedingte und uneingeschränkte Annahme im Handel wesent
lich mit erklärt. Die letztere kann, bei anderen Gegenständen
oder Materien, auch von anderen Ursachen herrühren, oder ande
ren Quellen entspringen, doch dürfte sich bei näherer Betrachtung
immer ergeben, dass stets nur solche Artikel als Geld gedient
haben, welche unter den obwaltenden Verhältnissen oder auf der
betreffenden wirthschaftlichen Kulturstufe nicht allein im Hinblick
auf eine bestimmte Verwendung oder unter der Voraussetzung und
innerhalb der Grenzen eines bestimmten Bedarfs oder Begehrs,
sondern vielmehr unter allen Bedingungen und in jeder auch noch
so grossen Quantität geschätzt wurden, so dass einerseits sowohl
ihre unbedingte und uneingeschränkte Annahme als Entgelt, wie
andererseits auch die Anhäufung und der Ueberfluss daran, und
damit auch die unbedingte und uneingeschränkte Bereitwilligkeit
zur Hingabe derselben als Entgelt, im Fall eines Bedarfs nach
anderen Dingen, die natürliche Folge war oder sich gewissermaassen
von selbst verstand. So erklärt sich beispielsweise das Viehgeld
(pecunia) einfach daraus, dass in der Periode des Hirtenle
bens der Besitz von Heerdenvieh, welches auf jener Stufe fast
die einzige Unterhaltsquelle bildete, naturgemäss von Jedermann
nicht nur bis zur Grenze des unmittelbaren Bedarfs, sondern auch
darüber hinaus, d. h. in ganz unbegrenzter Ausdehnung, geschätzt
wurde, und daher aller Ueberfluss naturgemäss diese Gestalt an
nahm. Ueberhaupt wird man auf jeder Kulturstufe immer irgend