Full text : Die Theorie des Geldes

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Bedarf  an  Geld.
Zunächst  und  vor  allem  ist  es  schon  ein  Fehler,
den  Bedarf  an  Geld  mit  dem  Umsatz  der  Waaren
oder  dem  Handel  in  direkte  Verbindung  zu  bringen.
Denn  zum  Kaufen  d.  h.  zur  blosen  Eingebung  von
Zahlungsverbindlichkeiten  oder  zur  blosen  Verausgabung ­
  von  Geld  braucht  man  noch  überhaupt  kein
Geld  in  irgend  welcher  bestimmten  Menge,  da
man  ja  nicht  nothwendig  per  comptant  zu  kaufen  braucht,
sondern  auch  auf  Credit  kaufen  kann,  und  selbst  in  dem
Falle,  wo  per  comptant  oder  „Zug  um  Zug“  gekauft
wird,  ein  bestimmter  Geldbedarf  doch  immer  erst
dann  vorliegt,  wenn  bereits  der  Handel  abgeschlossen
ist,  d.  h.  bereits  bestimmte  Zahlungsverbindlichkei-Oppenheim,

  Die  Natur  d.  Oeldes,  p.  79.
0.  Michaelis,  Volksw.  Schriften  II  (Berlin  1873)  „Ueber
papierne  Umsatzmittel“.
Made  cd.  Diet,  of  Polit.  Econ.  p.  434  (Art.  „Circulation“)
aud  p.  57o  (Art.  „Credit“)  und  p.  664  (Art.  „Currency“).
Marx,  Das  Kapital  (Hamb.  1872)  p.  79—80.
A,  Wagner,  Beitr.  zur  Lehre  von  d.  Banken,  Leipz.  1857,
p.  34  cflF.  Art.  Credit  in  llentsch,  Haudwörterb.  (Leipzig  1866).
Oeld  und  Credittheorie  d.  Peel'schen  Bankacte  (Wien  1862)  p.  44
—  60.  Die  russ.  Papierwähr.  Riga  1868.  p.  54.  Staatspapiergeld, ­
  Reichskasseuscheine  u.  Banknoten.  Berlin  1874.
Bouamy  Price,  Geld-  und  Bankw.  Dtsch.  von  Brefold.
Berlin  1877.  p.  20.
W.  S.  devons,  „Geld  u.  Geldverkehr“  p.  346.
            
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