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Edelleute, die nur etliche Jahrhunderte existieren; vom
ersten zivilisatorischen Volke, welches in der Geschichte
auftritt, und von den alten Königen Syriens.
Es ist wahr, ich könnte Ihnen das Opfer bringen,
Christ zu werden, obgleich nach unseren Gesetzen keine
Notwendigkeit dazu vorhanden, uub die Ehe zwischen
Christen und Juden gestattet ist. Und wenn es eine
unumgängliche Bedingung wäre, ich würde es vielleicht
tun. Aber es würde mir schwer fallen, Sophie. Ich
will es Ihnen sagen, weshalb. Ich liebe die Juden
durchaus nicht, ja im allgemeinen verabscheue ich sie.
Ich sehe in ihnen nur die sehr entarteten Söhne einer
großen, aber längst entschwundenen Vergangenheit.
Diese Leute haben während der in der Sklaverei ver
brachten Jahrhunderte auch die Eigenschaft der Sklaven
angenommen; und deshalb bin ich ihnen äußerst un
günstig gesinnt. Ich habe auch gar keine Verbindung
mit ihnen. Unter meinen Freunden und in der Ge
sellschaft, die mich hier umgibt, ist fast nicht ein einziger
Jude. Es sind also keinerlei Rücksichten, die mir diesen
Wechsel etwas peinlich nrachen würden.
Aber, Sophie, ich bin ein Mann der Politik, und, was
noch mehr sagen will, ich bin das Haupt einer Partei.
Und die Partei, welche die meinige ist, muß an dem
Grundsätze festhalten, nie einem Vorurteil sich zu beugen,
da dies nur Feigheit sein würde, und nie darf sie einen
Akt der Heuchelei begehen. Wie soll ich es also mit dem
christlichen Glauben machen, wenn, was jedermann
weiß und ich auch nie verhehlen werde, ich ebensowenig
von der christlichen wie von der jüdischen Religion im
Herzen trage! Würde es nicht den Anschein haben, daß