Full text: Die deutschen Hypotheken-Aktien-Banken

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ein Platz unter den Erwägungen Uber den voraussichtlichen Bestand 
der jetzigen Häuser-Ertragsverliältnisse, 
Eine Mittheilung des Magistrats vom Juni d. J. lautet: 
„Wie zu erwarten war, ist die Zahl der bewohnten Wohnungen zwar 
in Folge des Zuzugs bei dem April-Umznge gewachsen, aber zugleich auch die 
Zahl der leerstehenden Wohnungen. Während im Januar v. J. 13,686 
leerstehende Wohnungen verzeichnet waren, gibt es gegenwärtig 16,358, also 
fast 2700 mehr. Im April 1876 waren 9800, im April 1875 5842 leerstehende 
Wohnungen vorhanden. Merkwürdig ist, dass zwar auch viele grössere 
Wohnungen (von mehr als 1200 M. Miethswerth) leerstehen, dass aber verhält- 
nissmässig die Kategorie der Wohnungen im Miethswerth von 300 bis 600 M. 
und 900 M, die meisten unvermietheten Wohnungen besitzt, und dass bei ihr 
die stärkste Zunahme in diesem Vierteljahre eingetreten ist.“ 
Ueher die besonders schnelle Entwicklung der Preussischen 
Ilypotheken-Aktienhank erfährt man auf indirektem Wege, dass 
die Direktion sich die unmittelbare, prompte Erledigung jedes an 
sie herantretenden Beleihungsantrages zur strengen Aufgabe ge 
macht und dadurch sich grosse Beliebtheit in den Kreisen der 
KredithedUrftigen erworben habe, welchen der hureaukratisch 
schwerfällige Geschäftsgang anderer Hypothekenbanken ein Gräuel 
sei. Diese Lesart lindet eine gewisse Bestätigung in der Mittheilung 
des Geschäftsberichts, dass die Direktion es vorziehe, die Kapitalien 
des Instituts behufs schneller Erledigung der Geschäfte disponibel 
zu erhalten, und daher weder grosse Wechselhestände habe, noch 
Börsengeschäfte mache. Der beträchtliche Kassenhestand von 
1,300,773 M , sowie ein Bankiersguthahen von 3,867,530 M. be 
kräftigen diese Mittheilung. 
Der Hypotheken bestand betrug Ende v. J. 68,960,268 M., der 
Pfandhriefumlauf, welcher das Zwanzigfache des Aktienkapitals 
von gegenwärtig 6,tXXj,000 M. erreichen darf, 65,865,150 M. Der 
Geschäftsgewinn von 1,322,305 M. setzt sich im Wesentlichen aus 
297,418 M Zinsüherschuss, 331,607 M. Geschäftsunkosten-Beiträgen 
der Hypotliekenschuldner und 690,800 M. Provision aus dem 
Hypotheken- und Bankgeschäft zusammen. Nach Abzug von 
316,762 M. Unkosten und einigen anderen Ausgaben verbleiben 
997,937 M. Reingewinn, wovon 765,0tX) M als 12^/4 pCt. Dividende, 
131,629 M. als 20 pCt. Tantième (nach Verzinsung des Aktien 
kapitals mit 4 pCt.) gezahlt und 99,794 M dem Reservefond, der 
dadurch auf 501,827 M. anwächst, und in preussischen Staats 
papieren angelegt ist, überwiesen wurden. Die Pfandbriefe sind
	        
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