8. Kap. Gemünztes Geld und Münzzeichen. 243
wttel stets ein weises Maß beobachten. Dieses Maß wird eingehalten, wenn
Gesamtsumme derselben im Verhältnisse zu den Staatseinkünften eine
pige ,st. Auch ist es nicht schwer, eine solche Summe nicht zu über-
tjr ten ' bst bie Steuer- und Zollzahlungen durch das ganze Jahr ver-
-en' so daß stets bedeutende Geldbeträge in die Staatskasse zurückfließen
zur Bestreitung der Regierungsausgaben zur Verfügung stehen t .
t)e ş »s 016 vorsichtig wird jedoch oftmals bei der Papiergeldemission
^Nähren! Es ist vorgekommen, daß gewisse Regierungen, statt wenigstens
sich ņ ^"halten, wenn das Courantgeld aus dem Verkehr verschwunden ist,
lick ^ Ìn ^alle keine Schranken auferlegt und dadurch ganz ähn-
c Resultate erzielt haben, wie sie bei Münzverfälschungen und bei Höher-
erthung wirklich minder metallhaltiger Münzen eintreten.
^ Ist die Menge des im Umlauf befindlichen Papiergeldes größer als der
erş/^' zur Begleichung der mittelst desselben zu leistenden Zahlungen
r ert wird, so fällt der Werth dieses Umlaufsmittels in dem Maße, in
Mm der nöthige Betrag überschritten wird,
enijss ^" Werthmaßstab bleibt auch im Falle einer übermäßigen Papiergeld-
z. T . immer das Edelmetall, aber nicht derselbe Betrag davon. Träte
ì>er übermäßige Papiergeldvermehrung in England ein, so würde die
gen Şŗthmessung zur Grundlage dienende Einheit nicht mehr das .Pfund'
Quantum von 123,27 Gran Gold sein, welches in einem Sovereign
bein îşi' pudern eine schwankende Quantität dieses Metalls, die sich nach
^ besselben, wie er für ein Pfund in Papier erhältlich wäre, richten
drford slI f° bcr Betrag der ausgegebenen Roten doppelt so groß als
toittb ^ļich ' ""d wären dieselben demnach in demselben Maße entwerthet, so
ein Ä Münzfuß auf ungefähr 61,63 Gran Gold gesunken und somit
btucf 1U,tanb eingetreten sein, für den man im geschäftlichen Verkehr den Aus-
ñebraucht: das Goldagio beträgt 100 %.
ein b h'” 0 ^'ermäßige Papiergeldausgabe hat alle diejenigen Folgen, welche
sagen b b"îbņdes Sinken des Tauschwerthes des Geldes, oder was dasselbe
eine allgemeine Preissteigerung nach sich zieht, nur daß diese
muß, um die präsentirten Staatsnoten einlösen zu können. Dieser
^flieht, 'b weit geringer als die Menge des emittirten Papiergeldes, da beim
1 ^oordneter staatlicher Finanzverhältnisie eine Einlösung nur in verhältniß-
âîd>Nlich bnig Fällen begehrt wird. Nur beim Ausbruch eines Krieges oder bei einer
Ņrejg g 1 "blich auftauchenden wirtschaftlichen Krisis muß der Staat plötzlich um hohen
^ņlose,, °"ìantgeld kaufen, um die massenhaft zur Umwechslung präsentirten Noten
, 8U können.
dem şiìnì ^ñu (a. a. O. Bd. I, Abtheil. 1, S. 77) nimmt an, daß vielleicht ein
werten theile der Staatseinkünfte gleichkommender Papiergeldbetrag einen ge-
Uînlauf habe.
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