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11. Kap. Der Credit (Fortsetzung).
gerade erst in den letzten Jahren auf das erheblichste vermehrt. Sind doch
Centralstelle des Raiffeisenschen Genossenschaftswesens in Neuwied in den
>en sieben Monaten des Jahres 1894 über hundert Vereine beigetreten, d. h.
err^o 9r ° 9c ^ahl, wie sie seit dem Bestände dieser Organisation noch nicht
̰ìcht wurde. Der behufs der Rechtsvàtung dieser Vereine bestehende
^eneral-Anwaltschaftsverband zu Neuwied umfaßte im Jahre 1894 bereits
& Genossenschaften, die neben der Darlehensgewährung auch noch die
Ņ^einschaftliche Besorgung von Futter- und Dungmitteln betreiben, und der von
la^d işeņ gegründeten Landwirtschaftlichen Central-Tarlehenskasse fürTeutschent
h die Vereine die zur Darlehensgewährung nöthigen Summen
nehmen, für deren Rückzahlung an die Centralkasse dann sämtliche Miter
des Vereins solidarisch haften, haben sich ca. 1200 Vereine angevhen.
Dieselbe hat einen sehr beträchtlichen jährlichen Umsatz, der z. B.
>iahre 1894 über 30 000 000 Mark hinausgehen mag.
Deļj^orartige Darlehensgenossenschaften, mögen sie nun auf dem von Schulzey
vertretenen Principe der unbeschränkten Haftung oder, wie in Italien
der in Oesterreich, auf demjenigen der beschränkten Haftbarkeit
a ^urşşnsgenossensļyaşien. mögen |te nun aus dem von Schulzevertretenen
Principe der unbeschränkten Haftung oder, wie in Italien
;r m>îŞļfach auch in Oesterreich, auf demjenigen der beschränkten Ha
j- Glieder beruhen, rekrutiren sich ganz vorwiegend aus der über ein ge-Spital
verfügenden Klaffe der kleinen Producenten und ähnlichen socialen
^îitor en ‘ ^ Ìe Şîgentlichen Arbeiter sind in weit geringerer Zahl unter ihren
vertreten. Für eigentliche Arme haben solche Associationen selbstlose
9 überhaupt keine Bedeutung. Wie könnten auch gänzlich vermögensk+j
eute Hilfe von Vereinigungen erhalten, die auf dem Principe aeaeneigentlich
Dürftigen kann dagegen oftmals durch Darlehensgehmsià
aus christlicher Liebe geholfen werden. Man kann in dieser
1 , bc í° nberê auf die seit dem Ende des 15. Jahrhunderts bestehenden
instin , dl pietà aber Leihhäuser Hinweisen, d. h. auf jene wohlthätigen
unen, welche Darlehen gegen Pfand gewähren, ohne einen Profit an-(toüqe
Cn .. Un ^ ^ uatürlich mit dem Bezüge eines bescheidenen Interesses bekosteņ
\ ķoņņen, das desto niedriger sein wird, je billiger sich die Verwaltungswegen
Cr ^ìreffenden Anstalt stellen. Eine Anzahl dieser wohlthätigen Stifso
manchen Armen vor der Ausbeutung gewinnsüchtiger Pfandleiher
SW, r f n ' haben sich durch alle revolutionären Stürme hindurch bis auf die
^ erhalten.
Noch haben wir als ein Mittel zur Förderung des Volkswohlstandes
Unte t r ^vnsumvereine zu nennen. Durch das Bestehen derselben wird einer
Irlich o" àrmern Volksklaffen sehr verbreiteten Unsitte entgegengewirkt. Erihre
tz^vrise fühlen sich ja Leute in bedrängten Verhältnissen leicht versucht,
busmittel und sonstigen nothwendigen Bedürfnisse auf Borg einzu-