Full text : Grundsätze der Volkswirtschaftslehre

2.  Kap.  Der  Unternehmergewinn.

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und  ^ber  sich  weiter  entwickelnden  Chemie,  also  zu  einer  Epoche,  welche  Zeugin
kr  Schwierigkeiten  und  der  großen  Complicirtheit  der  Verhältnisse  sein  sollte,
dknen  die  Leitung  der  Production  heutzutage  zu  kämpfen  hat.
Auf  dieser  von  A.  Smith  gelegten  Grundlage  haben  nun  spätere  national-O
  onomische  Schriftsteller,  und  vor  allen  Ricardo,  ein  ganzes  System  auf-Ñk
  aut.  Diese  Autoren  behaupten  nämlich,  daß  die  in  verschiedenen  Producìunszweigen
  eines  ganzen  Landes  erzielten  Gewinne  die  gleichen  seien,  und
kjchäftigen  sich  dann  im  einzelnen  mit  den  aus  dieser  Doctrin  erwachsenden
^usequenzen.  Heutzutage  wird  diese  irrige  Ansicht  in  ihrer  Gesamtheit  nur
knig  mehr  vertheidigt,  da  dieselbe  mit  den  folgenden  Thatsachen  in  offenem
sck^  bŗş^ŗuche  steht:  denn  1.  ist  es  bei  vielen  Arten  von  Unternehmungen  sehr
^îErig,  das  in  einem  Etablissement  steckende  Kapital  herauszuziehen  und
^  knveitig  zu  verwenden,  da  die  Baulichkeiten  und  die  Maschinen  in  der
teck  ë--  şir  eine  besondere  Bestimmung  verwendbar  sind.  2.  Auch  die
sichen  Kenntnisse  und  die  erworbenen  Fertigkeiten  können  in  vielen  Fällen
nicht,  und  wo  dies  überhaupt  möglich  ist,  meistens  doch  nur  mit  großem
3  öon  àer  Art  von  Unternehmungen  auf  eine  andere  übertragen  werden.
c  gegenwärtig  von  den  verschiedenen  in  demselben  Productionszweige
ick'  Personen  erzielten  Untcrnehmergewinne  erweisen  sich  als  überaus  verşkn.

  Diese  Thatsache,  die  mit  der  Verschiedenheit  der  natürlichen  Produced ­

  .
^Bedingungen,  der  persönlichen  Begabung  u.  dgl.  zusammenhängt,  kann
Möglich  geläugnet  werden.
Neuere  Autoren  haben  daher  die  Lehre  von  der  Gleichheit  der  Untere
ŗņergewinne  in  einer  abgeschwächten  Form  aufgestellt.  Man  hat  sich
rede  ^  bomit  begnügt,  von  einer  allgemeinen  Tendenz  zur  Gleichheit  zu
°ber  zu  behaupten,  daß  die  Unternehmer  auf  gleiche  Gewinne  rechneten,
in  .'Zeilen  wird  ein  Unterschied  zwischen  verschiedenen  Gruppen  unter  den
g eļļļ  ^  betreffenden  Produktionszweigen  eines  Landes  thätigen  Unternehmern
bcher  i  Ņèan  redet  also  nicht  mehr  von  der  Gleichheit  der  Gewinne  sämt-^
  *  ņternehmer  eines  ganzen  Landes,  sondern  behauptet  nur  noch,  daß  die
>H  Zotigen  einer  und  derselben  Gruppe  gleichen  Gewinn  erzielen.  Aber  selbst
Umgestaltung  und  sogar  in  der  Forin,  die  ihr  Alfred  Marshall  ge-'
  ist  die  Theorie  von  der  Gleichheit  der  Unternehmergewinne  als  mit
Tatsachen  in  Widerspruch  stehend  zu  bezeichnen.  Unter  den  Annahmen,

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be tQ ö)en  şie  beruht,  sind  zwei  der  hauptsächlichsten  einerseits  die,  daß  eine

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Sielt  ausgedehnte  Kenntniß  der  in  den  verschiedenen  Productionszweigen  erbkrfch
  Haikrnehmergewinne  bestehe,  daß  alle  diejenigen,  welche  über  Kapitalien
se^^  ìlnd  auf  junge  Unternehmer  entscheidenden  Einfluß  üben,  im  stände
die  selben  den  gewinnreichsten  Unternehmungen  zuzuführen;  andererseits
aß  Coalitionen  und  Umtriebe  durchaus  nicht  im  stände  seien,  dieser
            
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