Full text : Ursachen der Amerikanischen Concurrenz

I  82

verbrannt.  Die  Asche  bereichert  den  Boden.  Derselbe  wird
zwischen  den  Stubben  gepflügt  und  der  Rasen  rottet.  Dann
pflanzt  man  die  sechsjährigen  Orangenbäume.  Das  erste
Pflügen  besorgt  der  Mann  in  Accord  mit  für  die  oben  berechneten ­
  20  Dollars  per  Acre.
Man  pflanzt  in  der  Regel  75  Bäume  per  Acre,  und  kostet
das  75  Dollars  per  10  Acre.
Die  jungen  Bäume  steigen  jetzt  fortwährend  im  Preise.
Vor  einem  Jahre  kaufte  man  sie  für  10  bis  15  Cents  per
Stück.  Jetzt  kosten  sie  50  Cents,  im  nächsten  Jahre  wahrscheinlich ­
  I  Dollar.  Heute  kosten  die  für  10  Acres  erforderlichen ­
  750  Bäume  375  Dollars.
Fünf  Acres  Baumschule  zu  pflegen  und  mit  Samen  auszusäen, ­
  incl.  Samen,  kosten  200  Dollars.
Somit  stellt  sich  die  Anlage,  bepflanzt,  besäet,  eingezäunt,
am  Ende  des  ersten  Jahres  auf  1050  Dollars.
F:in  Haus  von  fünf  Räumen,  für  hiesige  Verhältnisse
mässig  comfortabel,  zweistöckig,  mit  fünf  Wohnpiècen  fertig
hergestellt,  kostet  jetzt  2000  Dollars.
Nun  erfordert  die  Pflanzung  fünf  Jahre  fortwährend
Arbeit  und  Auslagen,  bevor  von  einem  FIrtrage  aus  Orangen
die  Rede  ist.  Es  gehen  Bäume  aus,  die  ersetzt  werden  müssen.
Der  Acker  muss  unter  den  Bäumen  jährlich  mehrmals  gepflügt
werden,  um  den  Graswuchs  zu  vertilgen.  Die  Bäume  müssen
jährlich,  doch  sehr  schwach,  gedüngt  werden,  liin  gewöhnlicher ­
  Farmer  gewinnt  auf  den  vier  Acres,  welche  ihm,  ausser
der  Hofstelle,  blieben,  so  viel  Früchte,  dass  er,  ausser  Fleisch
und  Brod,  Alles  gewinnt,  was  er  an  solchen  Lebensmitteln
braucht,  die  das  Land  überhaupt  producirt.  Das  Mehl,  gepökeltes ­
  Rind-  und  Schweinefleisch,  Speck,  Schinken,  Schmalz,
Butter,  Käse,  allerhand  Büchsenfleisch  wird  aus  dem  Westen
importirt.  Diese  Provisionen  sind  hier  natürlich  weit  billiger
als  in  Europa,  wo  sie  durch  Transport,  Zwischenhändler-Unkosten ­
  und  auf  dem  Continente  noch  durch  den  Importzoll
vertheuert  werden,  und  wo  sie  trotzdem  jährlich  an  Markt
gewinnen.  Milch,  Schaf-  und  Rindfleisch  könnte  man  im
Lande  selbst  haben  und  hat  auch  das  Material  dazu.  Schweine
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.