Full text: Schragen der Gilden und Aemter der Stadt Riga bis 1621

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Schuhmacher. 
7) Zum Siebenden wehre es eine Sache, das ausz unserni 
Ampte jemandt stürbe, er wehre Mann oder Fraw oder Kind, sO 
sollen die Amptbruder auch des Ambte Schwestern alle zue 
Begrebnusz sein und der Leiche folgen bei Straff i Mrc. 
gleichen sollen sie auch die Leiche zum Grabe tragen bei Stra 
3 Mrc.; es sei dan, das er sich entschuldiget mitt redlich^a 
Sachen. 
8) Zum Achten welcher Bruder oder Schwester dem Alterniaa 
oder dem Beisitzer oder seinen Ambtbrüder Verdriesz thuet, un 
sie das klagten für der Taffell, der soll geben 15 Mrc. ; und wehr^ 
es Sache, das jemandt verschmehet und nicht hielte das Gebot 
unser Elterleute; wie offt solches geschiehet, der soll geben 3 
und soll sich niemand der vollenkommenen Drüncke enziehen. 
9) Zum Neünden die jüngsten zwei, die zuelezt in das 
kommen, die sollen schencken zue allen Zeitten, wen das W 
zue Hau ffe ist; so offt alsz sie das nicht thuen, und die Bru 
darüber klagten, so sollen sie geben 3 Mrc. 
10) Zum Zehenden wan der Elterman eine Stueben kundig^^ 
welcher Bruder dar nicht kumpt, der soll geben 1V2 Mrc.; " 
aber auflf dem Quartall auszenbleibet, der soll doppelt geben, ^ 
sei dan dasz er dasselbig insz Ambt schicke, wasz er insz 
schuldigk ist, und der sich darneben mit redlicher Sache 
schuldigt; undt der Alterman soll keine Stuben machen, er ^ 
dan die Helffte der Bruder. 
11) Zum Eilfiften wehre es Sache, dasz jemandt mit den ^ 
zanckete in unsern Wercke, die soll der Elterman verglei^ 
wasz redliche Sachen sein sonder blauw und Blutt und E'^l 
nehmen. . 
SchJ^'- 
12) Zum Zwölfften wehre es, das ein Mann den andern 
oder dergleichen hiesze, der soll geben 10 Mrc. ; und wan oin 
den anderen Lügen straffet im zornigen Muthe, wan das ^ 
zue Hauffe ist, der soll geben 3 Mrc., und wen es geschehe lO 
gehegeten Stuben, der soll doppelt geben; und wehre es, 
jemandt den andern schlüge oder stösze, der soll geben to ^ 
13) Zum Dreytzehenden welcher Mann ausz der Stuben % 
mit zornigen Muthe und seine Straffe nicht geben wolte, der 
mit Zuelasz des Amptherren keine Schuch machen, ehe der 
bisz er sich mit dem Wercke vergliechen hatt.
	        
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