Full text: Schragen der Gilden und Aemter der Stadt Riga bis 1621

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Schwarzhäupter. 
her zu; man soll euch den schrägen nach alter gewonheidt 
lesen; ein jeder höre fleizig zu.“ So leiset ihnnen der gemeine 
awendesschreiber daszilbige fur. 
7) Wan die schräge gelesen ist, so stehtt der eltermann 
auf und saght: „Hirnach wisze sich ein jeder zu richten un 
schaden zu warten.“ So geheth ehr wider sitzen. 
8) Darnach so stehet der elterman wider au ff unnd 
gebeide zu hören; wir haben vihr gude gesellen gedarff, 
van tage schencken sollen; da keise wir zu I. N. M. M.‘ 
ehr wider sitzen. ^ 
9) Dise schencken werden abgeruffen erstlich von beiden ^ 
awendtschafferen, von den Schreiber unndt knechte; des mu 
jeder schencke zwe dwelen baven bringen, eine bunte u 
witte; en fall aber einner zhum schencken gekoren wirb ^¡^fl 
silbige sich weigert, soll ehr der companie verfallen s 
liszpfundt waxsz. 
per 
10) Darnach stehtt der elterman wider auff und sagt. „ 
schwartz heubtt ist undt gedencket ein schwartz heubt 
der käme die klocke zwei ff oben undt nehme seine di une 
So gehet ehr wider sitzen. 
Den moittach aiiff de7i namiddage hath der elterman zwe m 
eine 
erden. 
11) Auff den montach die klocke halbwege vihr ^ 
eltermann mit seinen eltsten in die bencke sitzen und ^ 
eine halbe stunde, stehet darnach mit seinen beisitzersz ' ¡¡idi 
die klocke leuten und saget: „Der einenn gast hath, der drm^ 
ein vollen zu und mache ihnenn guten hagen; damit seit a 
hagen.“ So gehet ehr wider sitzen. 
12) Die ander abspröche. Die klocke vinff stehet ein 
und saght: „Esz ist zeidt zur mahlzeit zu gehn; kommet 
wider; man soll euch woll handelen.“ 
/Jen montagh auf den abendt hath der elterman ^ 
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der 
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13) ümb klocke achte gehet der elterman mit 
sitzen in die bencke undt vorharret aida ein halbe 
darnach auf, lest die klocke leuten und saght: „Der e 
hath, der mache ihnen guten hagen ; damit seith alle gude 
So gehet ehr wider sitzen. (Vergl. Art. n).
	        
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