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Völkern im Durchschnitt noch immerhin über 3 Procent aller
Neugeborenen todt zur Welt kommen und bon den lebend
Geborenen gegen 19 Procent im ersten Lebensjahre eingehen) und
hängt außerdem hauptsächlich bou dem unter der Bevölkerung
herrschenden Grade des auskömmlichen Wohlstandes solute von
demjenigen der sittlichen Kultur ab, dessen Erhöhung regelmäßig
bewirkt, daß etlvas mehr Kinder ant Leben erhalten werden, und
daß die frühzeitigen, nicht naturgemäß nothwendigen Todesfälle
unter den Erwachsenen verhältnißmüßig abnehmen.
Was endlich den Verlauf der Bewegung der Bevölkerung
anlangt, so wird deren Zunahme auf den niederen
Kulturstufen, wo ohnehin die Volkszahl bei fortdauernd occupatorischcr
Bodenbenutzung nur sehr gering sein kann und die
Rohheit der herrschenden Sitten keine zu starke Vermehrung
aufkommen läßt, durch häufiges Dazwischenkominen von eine
Wiederabnahme verursachenden Umständen, durch stete gegenseitige
Befehdung und allgemeine Unsicherheit der öffentlichen Zustünde,
nicht seltene Wiederkehr von Hungersnöthcn, zeitweises Eintreten
verheerender Seuchen re. aufgehalten. Diese Hemmnisse einer
reichlicheren Volksvermehrung, welche unter Jäger- und Hirtenvölkern
am fühlbarsten sind und erst durch den nachherigen
Uebergang zum Añerbaue sowie zum städtischen Gelverbfleiße
abgeschwächt werden, vermindern sich nach und nach bei fortschreitender
Kultur, mit der sich die Bevölkerung gleichmäßiger
über das gesammte Territorium vertheilt und sich immer mehr
neue Unterhaltsquellen eröffnen. Die Bevölkerungsverhältnisse
gestalten sich sonach späterhin fortwährend günstiger. Die Sterblichkeit
wird geringer, die mittlere Lebensdauer, d. h. die Anzahl
der Jahre, welche durchschnittlich jeder der innerhalb eines
bestimmten Zeitraumes Verstorbenen durchlebt hat, verhältnißmäßig
größer, lvomit wenigstens bedingungsweise eine wirkliche
Verlängerung des mittleren Lebens und eine Vergünstigerung
der unter den Lebenden bestehenden Altersverhältnisse, d. h. der
Verkeilung der Bevölkerung nach dem Alter, verbunden ist.
Die mögliche Schnelligkeit der weiteren Bevölkerungszunahme
hängt nun wesentlich mit davon ab, inwieweit sich die Unterhaltsmittel
in stärkerem Verhältnisse vermehren, als die Sterb-Uchkeit
abnimmt. Nachher, aus den höchsten Kulturstufen, tuo
feie Bevölkerung mindestens in altbesiedelten Kulturländern überall
sehr dicht zu sein und sich zumal an einzelnen Verkehrspunkten