Full text : Ueber die Möglichkeit einer volkswirthschaftlichen Harmonie

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a)  Der  Grundbesitzer  stellt  der  Volkswirthscbaft  seine  Gesamratmittel
  zur  Verfügung.  Er  selber  verhält  sich  bei  dem
Productionsprocesse  passiv,  und  die  Höhe  des  Ertrages  seiner
Grundstücke  hängt  wesentlich  ab  von  der  Menge  der  in  Thätigkeit
  gesetzten  Capitalien  und  Arbeitskräfte.
h)  Der  Capitalist  widmet  sich  gänzlich  der  Production  ;  er
arbeitet  mit  Verständniss  und  sucht  seine  Mittel  in  möglichst
wirksamer  Weise  zur  Anwendung  zu  bringen.  Er  fördert  am
mächtigsten  die  Zunahme  des  Gesammteinkommens.
c)  Der  Arbeiter  sucht,  als  Gegenleistung  für  den  erhaltenen
Lohn,  ein  möglichst  kleines  Quantum  seiner  Arbeitskraft  zu
geben.  Er  glaubt  kein  Interesse  am  Gesammtresultate  der
Wirthschaft  zu  haben  und  legt  daher  kein  Gewicht  auf  Quantität ­
  und  Qualität  der  geleisteten  Arbeit;  er  verschwendet  seine
Zeit  und  seine  Geschicklichkeit.  Wenn  auch  der  Accord-  und
Stück-Lohn  in  Betreff  der  Quantität  der  Arbeit  ein  Fortschritt
bedeutet,  so  pflegt  doch  die  Qualität  derselben  desto  schwerer
darunter  zu  leiden.
Die  Vermehrung  des  Gesammteinkommens  wird  somit
durch  die  Grundbesitzer-  und  Capitalisten-Classen  nach  Kräften
gefördert,  durch  die  Arbeiterclasse  dagegen  meistentheils  möglichst ­
  gehemmt.
2.  In  Beziehung  zur  Vertheilung,  wovon  die  Höhe
des  Einzcleinkommens  abhängt:
a)  Der  Grundbesitzer  verhält  sich  auch  hier  passiv.  Er
darf  eine  Erhöhung  seiner  Einkünfte  nur  von  einer  grösseren
Nachfrage  nach  Bodennutzungen  erwarten.  Um  eine  solche  zu
erreichen,  ist  er  bestrebt,  die  Ruhe  und  Ordnung  aufrecht  zu
erhalten  und  leistet  hierdurch  schon  der  Volkswirthscbaft  einen
sehr  wichtigen  Dienst.
h)  Der  Capitalist  hat  in  dieser  Beziehung,  durch  die  grosse
Beweglichkeit  seiner  Mittel,  eine  bevorzugte  Stellung,  indem  er
dieselben  mit  der  grössten  Leichtigkeit  dahin  versetzen  kann
wo  die  Harmonieverhältnisse  ihm  am  günstigsten  sind,  wo  er
den  verhältnissmässig  grössten  Antheil  am  Gesammtertrage  er-
            
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