Contents: Wirtschaft als Leben

Inhaltsübersicht. 
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IV. Vom Sinn der Wirtschaftlichen Dimension. 
1. Die landläufige Deutung der Wirtschaftlichen Dimension als „Kauf 
kraft des Gutes“. Grundsätzlich betrachtet, unterbaut erst ihr die engere 
Wertlehre den „Allpreisgrund“, im Sinne des „wahren Wertes“. 
2. Die Wirtschaftliche Dimension will nicht vom Objekt her gedeutet 
sein, „güterselig“, sondern aus dem Zusammenhang der Wirtschaft als Leben 
heraus. Dann vollzieht den Tausch beiderseits das repräsentative Subjekt 
des Gebildes: beim Wirtschaftsgebilde der Wirtschafter, beim Erwerbsgebilde 
der Unternehmer als Händler. 
3. Abwege dabei, die Beziehung zwischen Subjekt und Objekt zu deuten: 
„Nutzen“ und „Kosten“. Die „Subjektivität“ der Theorien der „Wert- 
Pragmatik“. 
4. Bei ihrem gestaltenden Wirken vollziehen Wirtschafter, gleichwie 
Unternehmer, den Objekten gegenüber Verfügungen, die auf Verwendung der 
Objekte hinauslaufen, auf Nutzentscheide zurückfiihren. 
5. Angesichts der Zweckumworbenheit der Objekte tritt das Verwendete 
in die Beziehung des Aufwandes, als das anderweitiger Verwendung Ent 
gehende. Beim Wirtschaftsgebilde entspringen die Nutzentscheide einheitlich 
aus der Aufteilung des Verfügbaren auf den Bedarf. Die Richtschnur dafür 
bildet das lebensförderlichste Zusammenspiel der Eifüllungen im Gebilde. 
6. Verwendbarkeit und Verfügbarkeit der Objekte. Erstere die tech 
nische Beziehung. Der Verfügbarkeit unterliegt zunächst die Greifbarkeit 
des Objekts. Von Gebilde zu Gebilde unterliegt ihr die Freiheit des Nutz 
willens. Gemeintum und Eigentum. Das Recht als gestaltet Gestaltendes, 
als gleichsam bewußt gestaltete Vernunft des Zusammenlebens, gegenüber der 
Sitte, als gewordener Vernunft. 
7. Die Verfügungsgewalt über ein Objekt durchaus konkret. Möglich 
ist als dritte Art der Verwendung des Objekts, neben Verbrauch und Ge 
brauch, das Dreierlei von Verzicht, Abtretung und befristeter Überlassung 
der Verfügungsgewalt darüber; das letztere z. B. als Pacht. Verfügungsgewalt 
besagt Gestaltungsgewalt. „Wertschätzung“ der Objekte, als bloß nachträglicher 
Reflex der tätigen Stellungnahme zu ihnen. 
8. Verfügungsbereich des Subjektes. Leistungs- und Bedarfsbereich des 
Gebildes. Lebenshaltung, Bedarfssitte und Arbeitssitte. Enge Grenzen des 
Rationalen in der Wirtschaftsführung. 
9- Im Dienste der Wirtschaftsführung erfolgt gedanklich die Einebnung 
des Gestalteten zu sinnvollen Mengen, im Geiste eines mengenhaften Ver- 
f ügen-Könnens: Verfügungsmacht. Wirtschaftliche Dimension gestaltet das 
Verfügen-Können zu einem maßhaften. Anlässe dazu: Veranschlagung von 
Aufwänden, Abgleich von Gebilde zu Gebilde (hierzu „Vermögen“).
	        
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