Full text : Das Petroleumgebiet der galizischen Westkarpathen

14

licht  am  besten  das  oben  Gesagte.  Was  aber  den  technisch-praktischen
Theil,  ferner  unsere  Ansichten  in  Betreff  der  Gewinnung  von  Naphta  in
dieser  Gegend  anbelangt,  so  verweisen  wir  auf  den  zweiten  Theil  unserer
Abhandlung.
2.  Das  SiarKa-Thal.
(Durchschnitt  Nr.  1.)
Beinahe  parallel  mit  dem  oben  beschriebenen  Thale,  jedoch  etwas
mehr  gegen  Süden  gerückt,  zieht  sich  das  kurze  jedoch  wichtige  Thal  des
Siarka-Flusses.  Dieser  Fluß  oder  vielmehr  Bach  hat  seinen  Ursprung
am  Maìastówer  Berg  und  fließt  anfangs  im  allgemeinen  Streichen  der
Gebirgsketten  über  Rychwald,  und  erst  in  Siary  wendet  er  sich,  indem  er
gegen  N.  senkrecht  den  Gebirgs-Zug  verquert  und  später  unterhalb  Sekowa
in  den  S^kowka-Bach  mündet.
Auf  der  rechten  Seite  haben  wir  also  den  sogenannten  „Rychwalder-Gebirgszug"
  der  den  linken  Flügel  des  Stzkowa-Thales  bei  Ropica  und
Stzkowa  bildet,  auf  der  linken  aber  die  östlichen  Ausläufer  einer  mächtigen
Gebirgskette,  die  sich  zwischen  dem  Flusse  Ropa  und  Siarka  hinzieht.  Vor
Allem  nimmt  in  dem  zu  beschreibenden  Thale  die  Ortschaft  Siary  selbst
unsere  Aufmerksamkeit  in  Anspruch,  wo  sich  zu  beiden  Seiten  des  Flusses
(jedoch  mehr  auf  der  linken)  ein  weit  verzweigter,  großer,  wenn  auch  nicht
rationell  betriebener  Bergbau  entwickelt  hat.
Wir  müssen  gestehen,  daß  die  Orientirung  in  diesem  kleinem  Gebiete,
in  Folge  äußerst  complicirter  und  unregelmäßiger  Lagerungsverhältnisse
recht  schwierig  ist.  Der  leichteren  Uebersicht  halber  werden  wir  zuerst  den
Durchschnitt  linkerseits  des  Flusses,  senkrecht  auf  das  Thal  beschreiben,
nachher  den  Durchschnitt  längs  des  Flusses  bergauf  und  bergab.
Die  Thalsohle  genannt  „Kamieniec"  zeigt  unmittelbar  unter  einer
dünnen  Alluvial-Decke,  die  unteren  Ropianka-Schichten  mit  einem  steilen  Berflächen
  und  der  Streichungs-Richtung  8  h.  Hier  ist  eine  Dampfbohrung
des  Herrn  Dr.  Fedorowicz  nebst  einigen  abgeteuften  Schachten  angelegt,
die  in  der  Regel  gleich  in  geringer  Tiefe  die  Strzolka-Schichten  durchfahren,
nachher  ein  ganzes  System  verschiedenartiger  Schichten,  worunter  Schieferthone ­
  vorherrschen,  erreichen,  zuletzt  aber  die  Strzolka-Schichten  und  mit
ihnen  die  naphtaführenden  Sandsteine  antreffen,  -^ie  unteren  Ropianka-Schichten
  sind  hier  sehr  mächtig  entwickelt,  bestehen  aus  verschiedenartigen
Gesteinen,  worunter  jedoch  die  echte  Strzolka  stets  prävalirt.
Begiebt  man  sich  auf  die  Anhöhen  und  insbesonders  in  die  Schluchten,
so  sieht  man,  daß  das  geologische  Profil  sich  alle  Augenblicke  ändert.  Wir
wollen  unsere  Uebersicht  mit  dem  am  meisten  gegen  Süden  vorgerückten
Einschnitte,  der  das  ganze  Bergbau-Terrain  begrenzt,  beginnen.
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.