Full text : Das Petroleumgebiet der galizischen Westkarpathen

47

Sandsteine,  die  keine  besondere  Beschreibung  benöthigen,  da  wir  dieselben
bereits  in  Siotkowa  und  anderen  Orten  der  Grybower  Gegend  kennen
gelernt  haben.
An  dem  Punkte,  wo  der  Weg  vom  Meierhofe  schon  gegen  KruAowa
zu  sich  in  das  Thal  senkt,  haben  wir  parallel  mit  der  Straße  einen
kleinen,  aber  sehr  instruktiven  Einschnitt,  auf  den  wir  besonders  hinweisen.
Zu  unterst  sieht  man  in  diesem  Einschnitt,  typische  untere  Ropianka-Schichten,
  in  denen  einige  Bruchstücke  von  Jnoceramus  gefunden  wurden,
unmittelbar  darauf  kommen  die  rothen  Thone  in  Wechsellagerung  mit
unserem  Nummuliten-Sandstein,  in  dem  wir  mehrere  sehr  schöne  und  recht
gut  erhaltene  Exemplare  von  Nummulites  Lucasana  (d’Orb)  u.  A.  ge
funden  haben.  Diese  Schichten  bilden  nun  das  Liegende  jener  großplattigen ­
  mächtigen  Sandsteine,  welche  wir  bei  Siotkowa  wie  auch  anderen
Orten  der  Umgebung  von  Grybów  beobachteten.
Aber  auch  in  diesem  Sandstein  selbst,  oberhalb  der  rothen  Thone,
fanden  wir  unzweifelhafte  Nummuliten,  so  daß  die  Zugehörigkeit  dieses
ganzen  Schichtencomplexes  zum  Eocen  keinem  Zweifel  unterliegt.
In  einem  und  demselben  kleinen  Durchschnitte  haben  wir  also  Jnoceramen
  und  Nummuliten;  die  rothen  Thone  bilden  das  Verbindungsglied ­
  zwischen  diesen  beiden  altersverschiedenen  Schichten.  Der  Uebergang
  ist  ganz  allmählig  und  so  klar,  daß  von  einer  Transgression  oder
einem  Beobachtungsfehler  gar  keine  Rede  sein  kann.
Indem  wir  nun  auf  diesen  interessanten  Durchschnitt,  auf  den  wir
nochmals  bei  unserer  allgemeinen  theoretischen  Betrachtung  zurückkehren
werden,  hinweisen,  gehen  wir  in  unserer  Betrachtung  um  einen  Schritt
weiter.
Ein  Blick  auf  die  geologische  Karte  zeigt  uns,  daß  wir  hier  denselben
Ropianka-Zug  vor  uns  haben,  den  wir  in  Siotkowa  in  Bajorki,  im  Biata-Thale,
  in  der  Schlucht  beim  Grybower  Bahnhöfe,  in  Ropa  am  Blich
u.  s.  w.  beobachtet  haben.
Wenn  wir  jetzt  den  beschriebenen  Gebirgszug  quer  durchschneiden,
und  uns  von  Ober-Kru/lowa  nach  Chodorówka  begeben,  so  erblicken  wir
in  regelmäßiger  Reihenfolge  dieselben  Verhältnisse  wie  in  dem  corresponbirenden
  Gebiete  des  Biata-Thales.
Schon  in  der  Nähe  von  Unter-Krmlowa  verschwindet  der  Aufbruch
der  Ropiauka-Schichten,  und  an  ihrer  Stelle  erscheinen  eocene  Sandsteine
und  zwar  die  nämlichen,  die  in  der  beschriebenen  Schlucht  über  den  Nummuliten-Schichten
  liegen.
Weiter  mit  dem  Laufe  des  Baches  gegen  N.  ändert  sich  das  Gestein, ­
  es  erscheinen  nämlich  massige  Sandsteine  mit  einem  mergeligen  Bindemittel, ­
  leicht  in  feinen  Sand  und  Lehm  verwitternd,  die  die  Tendenz
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.