Full text : Das Petroleumgebiet der galizischen Westkarpathen

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auf  Grund  solcher  theoretischen  Anschauung  mit  einer  Bohrung  endlos  in
den  Schottermassen  vertiefen,  wo  er  die  Ropianka-Schichten  zu  finden  hoffte.
Aus  diesem  Grunde  sehen  wir  hier  auf  der  Karte  3  Partieen  von
Ropianka-Schichten.
1.  Zwischen  dem  mittleren  Meierhofe  und  dem  Blich.
2.  Am  Rzemieniowka-Bach.
3.  Längs  des  Helm  Baches  durch  das  Bergbaugebiet  des  Herrn
Lodzinski  bis  zum  Kustra-Berg.
Die  letztere  Partie  grenzt  unmittelbar  an  die  Menilit-Schiefer  an,
von  denen  gleich  die  Rede  sein  wird.  Hier  haben  wir  es  wahrscheinlich
mit  einer  Verwerfung  zu  thun,  weil  der  Uebergang  zwischen  diesen  beiden
Formationen  so  plötzlich  ist,  daß  stellenweise  die  enge  Schlucht  desKustra-Baches
  die  ganze  Grenze  bildet.
Daß  die  rothen  Thone  das  Hangende  der  Ropianka-Schichten  bilden
und  dieselben  umsäumen,  und  daß  sie  den  Aufbruch  älterer  Schichten  in
der  Richtung  gegen  Gorlice  zu  beendigen,  darüber  war  schon  im  ersten
Theile  ausführlich  die  Rede.
Nördlich  von  Helmberg  beginnt  ein  neuer  Ropianka-Schichtenaufbruch,
der  im  NW.  parallel  mit  der  Chaussee  bis  nach  Bajorki  streicht.  An  seinem
Ausgangspunkte  liegen  mehrere  Halden  alter  Schächte.
Im  S.  sehen  wir  einen  mächtigen  Zug  von  Ropianka-Schichten
zwischen  Wola-Wawrzka  und  Kunkowa,  wo  er  unter  dem  Eocen  vollständig
verschwindet.
Als  der  südlichste  Aufbruch  dieser  Karte  erscheint  ein  großer  Zug,
der  von  Czarna  über  Brunary,  Florynka,  Ptaszkowa  bis  nach  Cieniawa
reicht,  bis  er  endlich  von  cocenen  Sandsteinen  bedeckt  wird.
Daß  dieser  Zug  in  der  Gegend  von  Brunary  und  Florynka  in  seinem
Liegenden  mächtige  rothe  Thonmassen  aufweist,  daß  ferner  die  letzteren  bei
Strzylawka  unter  die  Menilit-Schiefer  einfallen,  anderseits  aber  bei  dem
Ptaszkower  Bahnhof  in  eocene  Sandsteine  übergehen,  das  sind  Sachen,
die  bereits  aus  dem  ersten  Theil  unserer  Arbeit  bekannt  sind.
Was  die  jüngeren  Schichten  anbelangt,  so  haben  wir  für  zweckmäßig
erachtet,  vor  Allem  den  massigen  Sandstein  auszuscheiden.  Derselbe  bildet
einen  kleinen  Zug  südlich  von  Kyclowa  und  erlangt  bei  Nowawieä  und
Berest  eine  größere  Entwicklung.
Tie  eocencn  plattigen  Sandsteine  nehmen  hier  (wie  überall  sonst)
einen  großen  Raum  ein,  von  speciellen  Zügen  kann  hier  keine  Rede  sein
denn  die  Sandsteine  zeigen  sich  überall,  wo  nur  andere  Formationen  Platz
lassen  und  correspondiren  somit  in  allen  möglichen  Richtungen  mit  einander.
Die  Menilit-Schiefer  sind  auf  dieser  Karte  nur  auf  zwei  Züge  beschränkt, ­
  sie  zeigen  jedoch  eine  eigenthümliche  Ausbildungsweise.
Das  Petroleumgkbiel.  6
            
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