Worwort.
Es ist vielleicht ein gelvagtes Unternehmen, die Geschichte
-einer volkswirthschaftlich-sozialen Jnstitntivn zn schreiben, nach
dein dieselbe erst eine Lebensdauer von sechs Jahren hinter sich
hat. Den Muth, das Unternehmen zu wagen, gaben dem Ver
fasser neben freundlichen Ermnthignngen von dritter Seite zwei
Umstände. Einmal mag es für die Interessenten und Mitglieder
des Verbandes nicht ohne praktischen Werth sein, die Geschichte
des letztcrn im Zusammenhange zu besitzen. Man tvird sich da
durch wieder eher der Verhältnisse bewußt, welche zur Schöpfung
dieser oder jener Institution im Verbände führten, die, als vom
Ganzen losgerissenes Einzelnes betrachtet, von manchen als
überflüssig oder als lästige Rcglementirerei mag empfunden
werden. Ferner dürfte ein geschichtlicher Rückblick auf die Ge-
sammtentwicklung des Stickereiverbandes das Bewußtsein der
fortdauernden Nothwendigkeit und des nngeschwächten Segens
desselben auf's Nene stärken. Ans der andern Seite wurde der
Gründung und Entwicklung desselben von den weitesten Kreisen
des In- und Auslandes ein so allgemeines Interesse entgegen
gebracht, daß auch ihnen dessen zusammenhängende Geschichte
nicht ganz unwillkommen sein dürfte. Dieses Interesse ist ein
sehr natürliches in allen jenen Kreisen, welche sich sowohl
theoretisch als praktisch mit den unsere Zeit bewegende!: wirth-
schaftlich-sozialpolitischen Fragen beschäftigen, denn es gibt
wohl keine zweite Berufsgenossenschaft der heutigen Industrie-