Full text: Lexikon der Handelsgeographie

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Dobrudscha 
820 kni lang, ergießt sich iilö Schwarze 
Meer. Holz wird in großen Mengen von 
den Karpathen geflößt. Schiffahrt dauert 
drei Monate im Jahr. Dampfschiffahrt 
zwischen Owidiopol, Akjerman, Majakow 
und Odessa seit 1840, auf der galizischen 
Strecke seit 1880. 
Dobrudscha, s. Rumänien. 
Dominica, dritisch-westind. Insel, zu 
den Leewardsinseln gehörig; 754 qkm(13,7 
QM.) mit (1871) 27,178 Einw. Hauptpro 
dukt ist Zucker (Erport 1877: 57,751 Ctr.), 
dann Kaffee, Kakao, Tabak, Rum, Kupfer 
erz, Schmuckhölzcr. 1878 betrug die Aus- 
fuhr 1,750,000, die Einfuhr 1,320,000 
Mk. und der Schiffsverkehr 320,000 Ton. 
Kolonialeinnahnic 420,000 Mk., -Ausgabe 
400,000, Kolonialfckmld 160,000 Mk. 
Dominikanische Repnblik, s. Santo 
Domingo. 
Don, Strom im europäischen Rußland, 
1460 km lang, ergießt sich unfern Asow 
ins Asowsche Meer. Der untere D. ist 
schiffbar von Ende Februar bis November. 
Taganrog ist Centra lhafen für die auf 
dem D. verkehrenden Handelsschiffe, außer 
dem ist Rostow wichtig. 
Dona Francisca^ deutsche Kolonie hi 
der brasil. Provinz Santa Catharina, 22 
km von der Hafenstadt Sào. Francisco, 
an den Flüssen Cubatão, Caroeira und 
Pirahy, bestehend aus den Bezirken Join 
ville (mit gleichnamigem Hanptort) und 
Scio Bento; (i87u) 16,967 Einw. Ein 
fuhr (1,6 —1,7 Mill. Mk.) von Manu- 
fakten. Petroleum ». a., Ausfuhr (1,6— 
1.8Mill. Mk.) von geschnittenen Hölzern, 
Zucker, Branntwein, Mandioka, Reis, 
Mate, Tabak u. a. Vgl. Joinville. 
Donau, nächst der Wolga längster und 
mächtigster Strom Europas, in gerader 
Linie 1630 km, mit Einschluß der Krüm 
mungen 2840km lang. Die Schiffbarkeit 
der D. beginnt bei Ulm, wo sie bereits 
Schisse von 400—500 Ctr. trägt; weiter, 
bei RegenSbilrg, wird sie für Schiffe von 
1200—1800 Ctr., beim Eintritt in das 
österreichische Gebiet für Schiffe von 2000 
und noch weiter ab>värts von 4—10,000 
Ctr., sogar für Kriegsschiffe mit 40 Ka 
nonen fahrbar. Der Betrieb der eigent 
lichen Flußschiffahrt ist den Schiffen der 
— Donau. 
Userländer vorbehalten. Alle Vorteile, die 
in einem llferland den Schiffen irgend 
einer Nation eingeräumt werden, stehen 
auch den Schiffen sämtlicher Uferländer 
zu. Gebühren für die Beschiffung des 
Stroms werden nicht erhoben, auch keine 
Abgaben von den an Bord der Schiffe be 
findlichen Waren. Natürlich gilt diese 
Befreiung nicht für Ein-, Aus-, Durch 
gangs - und Verbrauchsabgaben und die 
Gebühren für die Benutzung gewisser öf 
fentlichen Anstalten. Der Betrieb dee 
Schiffahrt aus dem offenen Meer nach je 
dem Landungsplatz der D. und von jedem 
solchen in das offene Meer steht den Schif 
fen aller Nationen frei, welche auf dem 
Fuß einer vollständigen Gleichheit behan 
delt werden. Die D o n a u f ch i f f a h r t s 
alte regelt die Benutzung des Stroms als 
Wasserstraße. Hinsichtlich der Mündung 
sind ganz neue Verhältnisse durch Ein 
setzung der Donau komm issi ou (s. d.) 
begründet worden. Den Verkehr besorgt 
namentlich die seit 1828 bestehende K. K. 
privilegierte Donaudampsschiff- 
f a h r t s gef e ll s ch a f t. Ihre Fahrten um 
fassen jetzt folgende Strecken: Regensburg 
bis Sulina, Theiß bis Tokay, Save bis 
Sissek, Drall bis Bacz, Inn bis Simbach, 
Begakanal bis Großbecskerek und die See 
strecke Sulina bis Odessa, im ganzen 
4233 km. Passagierfahrten finden statt 
von Passau nach Linz täglich (5 Stunden), 
Linz-Wien täglich (8 St.), Wien-Pest 
täglich (12 St.), Pest-Semlin fünfmal 
wöchentlich (Ihr Tag), Pest-Galatz zwei- 
mal wöchentlich (4 Tage). Durch die Bahn 
linie Rustschllk-Warna steht die Donau 
dampfschiffahrt in direktem Anschluß an 
die zwischen Warna iliid Konstantinopel 
verkehrenden Schiffe des Österreichisch- 
Ungarischen Lloyd, so daß man auf diesem 
Weg von Wien nach Konstantinopel in 
4'/r Tagen gelangen kamt. Die Gesell 
schaft hatte 1878:193 Dampfer und 699 
eiserne Schleppboote in Thätigkeit unb 
beförderte 1,679,880 Personen mit Pas- 
fagierschiffen, 1,516,563 Personen mit 
Überfuhr- ». Lokalschiffen und 29,174,450 
Zollcentner Güter (über Orsova 1877 : 
4,043,306,1878: 5,730,516Zollcentner). 
Innerhalb 20 Jahren hat die Passagier-
	        
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