Full text : Lexikon der Handelsgeographie

Kalmar  —  Kanada.

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Platzgebräudje.  Verkäufe  gegen  bar
und  zwar  beiJndigo,  Opinin,  Seide,  Hörnern, ­
  Talg,  Schellack  ohne  Abzug,  bei  den
übrigen  mit  Abzug  (8—12  Proz.  pro
Jahr).  Bei  Einfuhrwaren  2  Proz.  Diskont ­
  für  Barzahlungen,  Lei  Zink  auf  7
Monate  10  Proz.  pro  Jahr,  bei  Kupfer
auf  4  Monate  10  Proz.  pro  Jahr.  Bei
Seidenwaren  wird  cineGebühr  (»Banianö
Dustory«)  von  1  Proz.  erhoben,
k"  Kalmar,  Hauptstadt  des  gleichnamigen
schweb.  Laus,  am  Kalmarsund,  der  Insel ­
  Öland  gegenüber,  und  au  der  Bahn
K.-Emmaboda  ;  Station  der  Schwedischen
Dampfschifsgesellschaft  zu  Lübeck  und
Svea  Aktie  Bolag;  (1879)  10,740  Einw.
Deutsches  Konsulat  (Amtsbezirk:  die
Zollkammerdistrikte  Oskarshamn  und
K.  und  die  Insel  Öland);  K.  Enskilda
Bank.  Guter  Hafen,  Schiffswerfte;  Tabak,
Cichorien-  und  Zuckerfabrikation.  Der
Handel  ist  lebhaft.  Von  Holzwaren  wurden ­
  außer  Bauholz  und  Masten,  Schindeln, ­
  Bandstöcken,  Leisten,  Faßdauben
unter  anderm  1877  ausgeführt:
Grubenstützen.  .  .  829946  Kubikfutz
Balken  und  Sparren  519977
Bretter  und  Planken  1110335
Es  liefen  1878  ein:  530  Schiffe  von  61,577
Ton.  (14  deutsche  von  746  T.),  aus:  441
Schiffe  von  44,303  T.
Kaluga,  Hauptstadt  des  gleichnamigen
russ.  Gouvernements,  links  an  der
hier  290  m  breiten  Oka;  (i878)  38,608
Einw.  Ressort  des  deutschen  Kon  sills  in
Moskau;  Gesellschaft  für  gegenseitigen
Kredit,  Städtische  Kommunalbank  (jä'hrli#
  llmf#  22,4  Wilt.  Ws.);
Portgesellschaft  Nadeshda;  92  industrielle
Etablissements  (Umsatz  3,2  Mill.  Mk.).
Kambodscha  (Kambodja),  franz.
Schntzstaat  in  Hinterindicn,  nordwestlich ­
  von  Kotschinchina;  83,861  qkm
(1523  QM.)  mit  890,000  Einw.  Der
Mittlere  Teil  wird  vom  Mekhong  durchzogen ­
  und  ist  eine  überaus  frrlchtbare  Niederung, ­
  die  Kornkammer  Ostasiens  für
seiireil  Bedarf  an  Reis.  Der  Handel  konzentriert ­
  sich  in  Saigon  (s.  d.).
Kanada  (Dominion  of  Canada)
umfaßt  ganz  Britisch-Nordamerika  mit
Ausnahme  Neufundlands  und  bildet  einen

»»«.«.MM
Einw.,  darunter  25,000  Deutsche  und
3000  Franzosen  (der  Abstammung  nacf>
indessen  1,090,000  Franzosen,  205,0000
3)6111^6,30,OOO^ollänb(t,  22,000%^-,
121,000  Indianer).  Von  der  Bevölkerung
gehören  etwa  1,548,000  (42  Proz.)  zur
Urproduktion.  Der  Ackerbau  ist
nicht  unbeträchtlich,  und  die  Knlturgewächse
  des  mittlern  Europa  werden  in  den
südlichen  Provinzen,  namentlich  Ontario
und  Quebec,  mit  Erfolg  gebaut;  allein  die
Überschüsse  der  Bodenprodnktion  sind  wenig ­
  bedeutend.  Im  Durchschnitt  der  letzten ­
  fünf  Jahre  stehen  dcinJmport  von  Cerealien ­
  und  Mehl  im  Wert  von  54,7  Mill,
solche  Exporte  von  62,n  Mill.  Mk.  gegenüber. ­
  Der  Handel  mit  den  Hauptprodukten ­
  betrug  1879  (in  Millionen  Mark)  :

Weizen  ....  18,7  40,9
Mais  13,3  10,o
Gerste  ....  —  20,  i
Mehl  6,2  10,9
Erbsen  ....  —  8,4

Einen  sehr  bedeutenden  und  wachsenden
Posten  bilden  Kartoffeln,  von  denen  1879
für  über  5  Mill.  Mk.  exportiert  wurden.  —
Die  Viehzucht  tritt  mit  ihren  Produkten
im  Handel  weit  bedeutender  auf.  Nach  der
Zählung  von  1871  gab  eö  in  Ontario  und
Quebec,  Neubraunschweig,  Prince  Edwards-Insel ­
  und  Neufundland  2,701,212
Rinder,  3,331,639  Schafe,  1,418,597
Schweine,  d.  h.  es  entfielen  auf  1000
Einw.  725  Rinder,  900  Schafe  und  nahe
an  400  Schweine.  Die  Ausfuhr,  durch  die
Billigkeit  des  Transports  begünstigt,  ist
demnach  eitle  sehr  große.  Hier  wurden  die
ersten  Versuche  gemacht,  lebende  Tiere  nicht
bloß  in  die  benachbarten  Teile  Amerikas,
auch  über  den  Ocean  nach  Europa  zu  verschiffen. ­
  1875  wurden  1212  Ochsen  nach
England  geschickt,  1879  aber  schon  49,257
Ochsen,  308,393  Schafen.6948Schweine.
Der  Gesamterport  aller  einschlägigen  Prodllkte:
  Schlachttiere,  Fleisch,  Speck,  Schinken, ­
  erreichte  1879  einen  Wert  von  18,3
Mill.  Mk.  Von  Pferden  wurden  16,635
Stück  im  Wert  von  5,6  Mill.  Mk.  exportiert. ­
  Dazukommt  eine  starke  Ausfuhr  von
            
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