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Wollmarkt(3Tage), außerdem im Dezember
ein Krammarkt. Im März eintägiger
Markt für Saatgetreide und Saatkartoffeln
(nur Proben). Geldmarkt für den
Hypothekenverkehr vom 27. Inni bis 5.
Juli und27. Dez.bis5.Jan. Jährlich mehrere
Ledermärkte. — Platzgebräuche.
Leinöl verkauft man für 50 kg ohne Faß,
Rüböl für dergleichen mit Faß. Man gewährt
Gutgewicht auf Flachs, Hanf, Hanfwerg,
Talg, Wachs 10 Proz., bei Einkäufen
ans Polen 4—5 Proz. Man bedingt Frachten
nach Schweden, Norwegen, Jütland
in preußischem Geld für 5000 Pfd. Roggen,
nach Rotterdam und Antwerpen mit
Dampfer in englischen Schillingen für 500
Pfd. Weizen, für Grubenholz nach England
mit Segelschiff in dergleichen pro
Kubikfuß, nach Stettin und der Ems für
4520 Pfd. Roggen, nach der Weser für
4300 Pfd. Roggen. Ist die ErfüNungszeit
eines Kaufs auf Frühjahr bestimmt, so
tritt sie sechs Wochen nach Eröffnung der
Schiffahrt und frühestens 21. März ein.
Wechselkurse notiert man auf: Amsterdam
(71 Tage dato), Berlin (2 und
3 Monate), Hamburg (9 Wochen), London
(3 Monate), Paris (2 Monate), Petersburg
(3 Wochen).
Königshütte, Stadt im preuß. Regierungsbezirk
Oppeln, im Mittelpunkt des
oberschlcsischcn Hütten - und Steinkohlendistritts,
an der Bahn Gleiwitz-Schwientochlowitz;
0880)27,432 Einw. Vorschußverein.
— Großartiger Bergbau und Hüttenbetrieb.
Die Königs- und Laurahütten-Aktiengesellschaft
produziert jährlich
mit 3000 Arbeitern, 7 Hohöfen, 71 Pnddel-,
33 Schweißöfen und 4 Bessemerkonvertern
1,100,000 Ctr. Roheisen, 850,000
Etr. Stabeiscn, Blech und Bahnschienen,
15,000 Etr. Rohzink und 400,000 Ctr.
Stahlwaren. Die nahe Königsgrube
liefert jährlich 19, die Gräfin Laura-Grube
11 Mill. Etr. Steinkohlen.
Konstantinopcl, Hauptstadt des türk.
Reichs, an der Straße von K. (Bosporus)
und der Eisenbahn K.-Philippopel; Station
der Dampferlinien: Sloman u. Ko.
(Hamburg), Nederl. Stovmboot Maatschappij,
Osterr.-Ungar. Lloyd, Carnegie-,
Cunard-, Westcotts- und Wilson- Linie,
248 Mill. Mark
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Konstantinopel.
Rufs. Dampfschlssahrtsges., Messageries
maritimes, Società Florio; ca. 600,000
Einw. (die Griechen bewohnen die Vorstädte
Pera und Galata, die Europäer
Pera). Deutsches Berufskonsulat; Handelsgericht
für Streitigkeiten zwischen Türken
und Fremden, Ausschuß der Wechsler
zur Oberaufsicht über deren Korporation,
Kommission zur Überwachung der Fallimente.
(Auf der Börse in Galata versammelt
sich der Handelsstand dreimal wöchentlich,
um Wechsel zu kaufen und zu
verkaufen und die Geldkurse festzustellen.)
Imperial Ottoman Bank, Credit general
Ottoman, Credit Lyonnais Succ., Banque
de Constantinople.—Die Industrie geht
über den handwerksmäßigen Betrieb nur
in der Mehlproduktion hinaus; die unter
englischen und französischen Maschinisten
arbeitenden 13 Dampfmühlen verarbeiten
wöchentlich bis 2,625,000 kg Getreide.
Der Handel ist dagegen bedeutend; er
wird begünstigt durch die Lage der Stadt,
welche den Stapelplatz zwischen Orient
und Occident und Hauptbazar der Levante
bildet. 1879—80 verkehrten hier:
Schiffe Tonnen
Segelschiffe . . 12532 1 401546
Dampfer ... 4760 3614522
zusammen (inkl. 17 Lokaldampfcr von
2700 I.) 17,319 mit 4,818,970
T. Der bei weitem größte Anteil (1,727,582
T.) fällt auf die englische Flagge; es folgen
die griechische, italienische, türkische, österreichische,
französische, schwedisch-norwegische,
deutsche (37 Schiffe mit 28,687,
davon 35 Dampfer mit 28,005 T.) rc.
Genaue statistische Angaben überden Haudclöwert
zu geben, ist nicht möglich; doch
soll die durchschnittliche
Einfuhr
Ausfuhr
betragen. Die Beteiligung Deutschlands
ist ebensowenig zu ermitteln; von der seit
zehn Jahren bestehenden europäisch-türkischen
Eisenbahngesellschaft wurde aus
Deutschland bis 1877 inkl. mindestens
für 5,757,000 Mk. Eisenbahumaterial bezogen.
Die wichtigsten Handelsartikel
sind Getreide und Mehl, wovon 1878 für
32,o Mill. Mk. importiert wurde; in der