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Anglomdisches Reich — Anhalt.
Futterkörnern, Lein, trocknen Gemüsen,
Wein, Baumwollwaren, Schiefer, Obst.
AngloindischeS Reich, s. Ostindien.
Angola, Landschaft in Niederguinea
an der afrikanischen Küste, im weitern
.Sinn die Gesamtheit der portugiesischen
Besitzungen in Südwestafrika von 5—18°
südl. Br. Sitz der portugiesischen Verwal
tung ist die Hauptstadt San Paolo de
L oa it da, zugleich auch Hauptstadt deö
Gouvernements A., welchem die Gou
vernements Ambriz, Benguela und
Mossa medes unterstellt sind. Außer
dem erheben die Portugiesen Ansprüche
auf die Kimbundaländer und Dschimbandi.
Areal des ganzen Besitzes:
QKilom. QMeileir
Ambriz mit Congo 231800 4 200
Angola .... 66100 1 200
Kimbundaländer . 150900 2 740
Dschimbandi. . . 6200 113
Mossamcdes. . . 354800 6 447
Zusammen: 809300 14700
Die Bevölkerung dieses Gebiets wird sehl-
verschieden, von einigen auf 2, von an
dern auf 9 Mill, angegeben, worunter
die kleine Zahl der Weißen fast verschwin
det. Ihr Einfluß wird aber durch »Pre
sidios« oder Militärposten unterstützt und
reicht bis 500 km ins Innere. Solche
Presidios sind: Muxima, Massangano,
Cucamba und das östlichste, bis zuiil
Congo vorgeschobene Kassandschi. Von
den zahlreichen Flüssen, welche das Land
durchströmen, sind der Congo, Luncnc
und der untere Coanza befahrbar (letztere
beide aber nur zue Regenzeit und für-
kleinere Fahrzeuge). Da Pferde, Kamele
und Ochsen nicht gedeihen, so sind die
Verkehrsverhältnisse der primitivsten Art-
der Mensch tritt als Träger und Lasttier-
auf. — Die Produkte des Laudes sind:
Aams, Tabak, Indigo, Reis, Baum
wolle; im O. werden Kaffee, Zucker
rohr u. a. gebaut, aber nur in geringen
Mengen, welche für die Ausfuhr keine
Bedeutung haben. Von tierischen Pro
dukten kommen Elfenbein und Büffel
häute in den Handel, welche die Pom-
bciraö, die das Land durchziehen, von
»w Eingcbornen nebst Kopalharz und
Palmöl einhandeln und an die Küste
bringen. Die Trägerkarawanen haben
aber viel durch Räuber zu leiden, und jedcr
Hauptling, dessen Gebiet sie durchziehen,
erhebt eme Abgabe. An Mineralien scheint
großer Reichtum zu sein, und Eisen
erzablagerungen sowie Kupfer-, Blei- und
Schwefelminen werden von Eingebvrncn
wie Portugiesen ausgebeutet. Petroleum
rieselt aber unbeachtet ans den Bergen.
Angostura, s. Ciudad Bolivar.
Angoulême (sprmnghguliìm), Hauptstadt
des franz. Departements Charente, an der
Orleans-und Charentebahn; (1876) 28,665
Einw. Handelsgericht; BanquedeFrance,
Société générale; Papier-, Tapeten- und
Wollfabrikation, Zuckerrafsinerie und
Handel mit diesen Erzeugnissen.
Anhalt, zumDeutschen Reiche gehöriges
Herzogtum, 2322,7 qkm (42,18QM.) mit
(isso) 232,747 Einw., dagegen 1875:
213,565 (208,238 Protestanten, 3473 Ka
tholiken, 1763 Juden). — Produktion.
Bon dem Gesamtareal sind 62 Proz. Acker
und Gärten, 9 Proz. Wiesen und Weiden,
24 Proz.Forst. Von 139,303dg.Acker wa
ren 1878:77,119 mit Getreide. 37,103 mit
Hackfrüchten (11,684 mit Zuckerrüben) bc-
MH. SBi#wib 1873 : 52,976 9ünbcr,
14,403 Ißfcrbc, 163,217 @d)afc, 43,640
Schweine. Der Bergbau förderte 1879 -
TääK
Stemsalzwerk zu Leopoldshall 304,786 T.
(2,846,134 Alk.) Kalisalze, ferner Kai
mt re., die Salinen für 6V: Mill. Bik.
Chlorkalium, Glaubersalz re. Hütten-
und Hammerwerkindustrie im Selkethal
(Eisengießerei Mägdesprung) mit 3595 T.
Eisenguß. 1879 wurden in 33 Zuckerfabri
ken 171,770 Ctr. Rohzucker, tit 82 Braue-
mcit 212,000 hl Bier, in 43 Brennereien
84,931 hl Branntwein erzeugt; 1880zählte
man 635 feststehende Dampfkessel.—Nach
dcrGewerbczählungvon 1875 gab es 13,733
Hauptbetriebe mit- 44,420 darin beschäf
tigten Personen. Der Handel vcrtreibtGc-
trcide, Wolle (für beide bedeutender Markt
in Dessau) Vieh, Zucker, Spiritus, Salze.
T Gibe mit betn
Hafen Wallwitzhafeu bei Dessau, Saale,