Barcelona.
37
Mk. Melasse), Rum, Baumwolle, Tama
rinde; Einfuhr: Lebensmittel, Vieh, Lei
nen, Baumwoll-, Eisenwaren rc. Am Han
del beteiligen sich die Vercinigteil Staa
ten, England und seine Kolonien. 1879
wertete die Einfuhr 20 Mill. Mk., die
Ausfuhr 24,3 Mill. Mk. B. bildet als
Anlaufstation zugleich den Absatzpunkt
wr die leewärts liegenden Inseln. Die
lebhafteste Periode ist die trockne Jahres
zeit, namentlich März, wo oft über 200
Schiffe in der Earliölebai liegen, meist
von Südamerika gekommen und auf La
dung oder Nachricht wartend. Außerdem
Anlaufstation für Walfischfahrer
(.18/6: 14 von 2492 Ton.). — Der ge
samte Schiffsverkehr betrug 1878:
/01,000 T., wovon Vs auf England und
auf die Vereinigten Staaten kam; 1878
verkehrten hier 3 deutsche Schiffe. — Die
Staatseinnahmen beliefen sich 1879
auf 2,435,020, die Ausgaben auf 2,497,780
Mk.; eine Staatsschuld eristiert nicht. —
Hauptstadt ist Bridgetown (s. d.).
Barcelona, Hauptstadt der gleichna
migen span. Provinz (Katalonien), wich-
Ugster Hafen-, Handels - und Fabrikplatz
Spaniens, an der Nordostküste, am Mittel
ländischen Meer und den Bahnen B. - Sa-
ragossa und B.-Narbonne; Station der
Dampferlinien: Sloman n.Komp. (Ham
burg) , Nederlandsche Stoomboot Maat-
schappij, Lavarello u. Ko. (Genua), Lopez
n. Ko. (Antillenlinie), Messageries mari
times, Pagnetbotö à Vapeur espagnols,
Société generale de Transports mariti
mes, Rocco Piaggio (Genua) und der hier
domizilierten Roca u. Ko. ; (1877) 249,106
Einw. Deutsches Generalkonsulat (für
das Königreich Spanien); HandelSkolle-
stttlin, Handels- und Seegericht; Börse,
Banco de B., Banco de España Succ.,
Banco Hispano colonial, Banco popular
Español, Soc. Catal. gen. de Cred. ; meh
rere Seeassekuranzgesellschaften. — Die
industrie ist sehr bedeutend; B. ist die
ñbwerbthñtigste Stadt Spaniens. Schon
n°o7 waren hier und in der Umgegend
V,000; allein 66 Maschinen waren mit
Verarbeitung der Baumwolle beschäftigt
3^1^11 W 0.1500 Selbe,imb
2000 Wollwebstühle, Maschinenfabriken
und Eisengießereien, Papier-, Glaö-
Thonwaren-, Gewehr-, Seife-, Leder-'
Schokoladcfabriken, Färbereien, Drucke
reien, Mahl- mid Schneidemühlen, alle
mit Danipf betrieben. Vorzüglich sind
auch die Schiffswerften und die Kanonen-
gicßerei. Noch wichtiger ist aber der Han
del, obwohl derselbe nicht in dem Maß
gestiegen wie der andrer Mittelmcerhäfcn.
Der Gesamtwert betrug 1877: in Einfuhr
116 Mill. Mk., in Ausfuhr 92 Mill. Mk.
An der erster» Snmnlc beteiligten sick
die nichtspanischcn Flaggen mit etwas
mehr als dem vierten Teil, wovon auf
England allein ca. 11,r, Mill. Mk. kom
men. Von der Ausfuhr kommt nur 17a
şi'oz. auf die Marine fremder Länder. —
Im Schiffsverkehr liefen 1878 ein:
Spanische Schiffe 5262 von 1136 440 Tonnen
Fremde Schiffe, 845 - 391207
1879 liefen ein: zusammen 4543 Schiffe
S" *"3: 5163 6#c bo»
1,333,821 T. Von den fremden Schiffen
mmi 1878 : 300 €1#^ (238 ^,,1=
%&*0'^82,585 S, 146 w»
T., 55 deutsche (32 Dampfer)
von 28,595 T. (1879: 45 deutsche, davon
34 Dampfer, von 37,673 T.). Die deut
schen Dampfer (Sloman) kommen alle
zehn Tage. England führte 1878 ein
für 12,904,000 Mk., davon: Baumwolle
5.900.000 Mk., Petroleum 310,000 Mk.,
Holz aus Kanada, Getreide aus Afrika,
Eisen, Steinkohle, Koks; Italien führte
für 6,473,600 Mk. Guano, Kohlen rc. ein
mtb Kn: 1,020,000 %%. Bkiii aug.
Import von Schweden und Norwegen
bestand in Hölzern (1,173,520 Mk.) und
@(0## (2,796,000%%.). %,i8 211111:1141
kamen Faßdauben, Dielen, Kohlen, Pe
troleum, Baumwolle rc. im Wert von
1.768.000 (1876:3,636,000)%%. Deutsch
land führte Eisen, Sprit, Leinengarn,
Nadeln, Papier rc. ein. Der Import
einiger Hauptartikel stellte sich:
1877 1879
Baumwolle 349326 364130 mete. Centner
Häute . . 301321 436575 Stück
Steinkohle 286000 261360 Tonnen