Full text : Lexikon der Handelsgeographie

Vandiemensland  —  Venezuela.

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1024  Schiffe  von  634,150  T.  (davon  30
deutsche  von  25,776  T.).  —  Platzgeb
  rauche.  Man  verkauft  Landeserzeugnisse ­
  gegen  bar  (oft  mit  Vorschuß),  Mehl
auf  6  Monate  Kredit;  Einfuhrwaren  auf
6  (Zucker  8—10)  Monate  Kredit.  Wechselkurse ­
  notiert  man  auf  London,  Paris,
Hamburg,  Berlin  90  Tage,  Vereinigte
Staaten  60  Tage  nach  Sicht.
Vandicmenöland,  f.  Tasmania.
Vathy,  s.  Samos.
Venedig,  Hauptstadt  der  ital.  Provinz
Venetien,  am  gleichnamigen  Golf  des
Adriatifchen  Meers  und  der  Oberitalienischeu
  Bahn;  Station  der  Dampferlinien: ­
  Nederl.  Stoombvot  Maatschappij,
Cunard  und  Leyland  Line  (Liverpool),
Messageries  maritimes,  Società  glorio
(Palermo),  Wilson  Line  (Hull);  (1878)
125,276  Einw.  Deutsches  Konsulat(Amtsbezirk:
  die  Küste  von  der  österreichischen
Grenze  bis  Ravenna  ausschließlich,  sodann
Udine,  Treviso,  Padua,  Vicenza,  Verona
und  Rovigo);  Börse,  Handels-  und  Gewerbekammer; ­
  Handels-,  Wechsel-  und
Seegcricht;  Filiale  der  Nationalbank,
Banco  di  Credito  Veneto.  —  Die  Industrie ­
  der  Stadt  liefert  namentlich  Goldund
  Silberwaren,  Seidenstoffe,  Glas  und
Steingut;  auch  wird  viel  Schiffbare  betrieben. ­
  Daö  Arsenal  nimmt  eine  ganze
Insel  ein  und  umfaßt  alle  zum  Schiffbau
nötigen  Werkstätten.  —  Seit  1874  ist  V.
nicht  mehr  Freihafen,  aber  1877  sind  Freilager ­
  errichtet  worden,  welche  auf  die  Steigerung ­
  des  Transithandelö  günstig  eingewirkt
  haben.  Große  Docks  sind  angelegt,
und  um  deil  größten  Dampfern  die  direkte
Verladung  auf  die  Eisenbahn  möglich  zu
machen,  ist  eine  Mcerstation  (Stazione
marittima)  derselben  errichtet  worden.  Als
Vorhäfen  dienen  Lido  (für  kleine  Schiffe)
und  Malamocco.  1879  liefen  ein:  2797
Schiffe  von  642,469  Ton.  (686  Dampfer
von  474,544  T.),  aus:  2796  Schiffe  von
637,740  T.  (680  Dampfer  von  469,204
T.);  von  deutschen  Schiffen  gingen  ein
und  aus:  5  Schiffe  von  2594  T.  Die
deutsche  Einfuhr  zur  See  betrug  1878
nur  5760  Mk.  Überhaupt  betrug  1879
zur  See  die  Einfuhr  128,3  Mill.,  die  Ausfuhr ­
  42,8  Mill.  Mk.  sowie  per  Eisenbahn

Ausfuhr  Einfuhr

Muren

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und  Fluß  die  Einfuhr  75,4Mill.,  die  Ausfuhr ­
  107,5  Mill.  Mk.,  so  daß  sich  die  Gesamteinfuhr ­
  auf  203,7  Mill.,  die  Gesamtausfuhr ­
  auf  150,3  Mill.  Mk.  bezifferte.
Hauptpostcn  des  Handels  waren  1879  (in
Millionen  Mark):

Getreide  und  Mehl  .
Sle
Kolonialwaren  .  .
Rohseide
Hanf
Andre  Webstosfe  .  .
Manufatte....
Kohle  und  Koks  .  .

5,o
0,o
0,o
0,1
10,0
0,1
8,4
0,2

21,7
lß,G
7.0
9.1
1.2
11,9
2,8
3,3

Andre  wichtige  Handelsartikel  sind:  Vieh
und  Fleisch,  Käse,  Häute  und  Felle,  Fische,
Getränke,  Früchte,  Metalle,  Schwefel,
Medizinalieu  und  Mineralwässer.  Von
der  Einfuhr  lieferte  Ostindien  für  25,3
Mill.  Mk.,  Italien  für  22,5  Mill.,  Österreich-Ungarn ­
  für  19,i  Mill.,  England
für  13,6  Mill.,  Rußland  für  13,4  Mill.,
Rumänien  für  11,3  Mill.,  Vereinigte
Staaten  für  5,^  Mill.  Mk.,  dann  Türkei, ­
  Griechenland,  Japan,  Skandinavien
u.  a.  An  der  Ausfuhr  nahm  Österreich-Ungarn
  mit  12,3  Mill.,  England  mit
10,6  Mill.,  Italien  mit  9,4  Mill.,  Ostindien ­
  mit  3,8Mill.  Mk.  teil.  —  Platzgebräuche. ­
  Verkauf  gewöhnlich  auf  Kredit
(4—6  Monate),  bei  Barzahlung  Diskont
(Zucker  3,  Olivenöl  6,  Mandeln  )!  Pro;.).
Wechselkurse  notiert  man  wie  Genua
auf:  Amsterdam,  Augsbllrg,  München,
Berlin,  Frankfurt  a.  M.,  Hamburg,
Triest.  —  Ein  größerer  14tägiger  Markt
beginnt  am  Himmelfahrtstag.
Venezuela,  Föderativrepublik  in  Südamerika, ­
  1,137,615  qkm  (20,660,3  QM.)
mit  (1873)  1,784,197  Einw.,  bis  auf  1  Proz.
Kreolen,  Mischlinge,  namentlich  Mulatten ­
  und  Sambos;  Zahl  der  Fremden  ca,
24,000.—Daö  Land  istteils  gebirgig,  teils
besteht  cs  ansLlanos  und  Savannen  (Tiefebenen). ­
  Erdbeben  sind  nicht  ungewöhnlich. ­
  Obgleich  die  heiße  Zone  vom  Meer
(La  Guaira  hat  29°  C.)  bis  700  in  reicht
            
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