Full text: Lexikon der Handelsgeographie

62 
Bodensee — Bogotá. 
von 11,890,000 Mk. lieferte. Der Verein 
besitzt 16 Puddelöfen, 8 Schweißöfen, 92 
Wärm- und Glühöfen, 27 Kupol- und 
Flammöfen, 121 Gußstahlschmelzöfen, 7 
Bessemerapparate. Außerdem besteht noch 
eine Anzahl andrer Eisen- und Stahlwerke, 
Drahtziehereien, Metallgießereien re. und 
andrer Industrien. — Der Verkehr un 
Handelskammerbezirk auf der Bergisch- 
MLrkischen, Köln-Mindener und Rheini 
schen Eisenbahn betrug 1879: 3,417,438 
Personen und 10,414,852 Ton. Güter, wo 
für sich eine Einnahme von 22,062,717Mk. 
ergab. Die Post beförderte 2,450,034 Brief 
sendungen, Paket- und Geldsendungen im 
Wert von 36,047,142 Mk.,Postanweisun 
gen 6.967,339 Mk., die Telegraphenstation 
35,184 Telegramme. — Kreditwesen. 
Die Reichsbanknebenstelle hatte 1879 
eine Einnahme von 42,359,464 Mk. 
(36,206,249 Mk. eingezogene Wechsel) 
unb eine Ausgabe von 42,503,211 Mk. 
(34,223,170 m. cwßefAufte WM). 
Bodensee,von dem Rhein gebildeter und 
nächst dem Genfer See größter schweizeri 
scher See mit einem Umfang von 196,5 
km, einer größten Läirge (vor: Bregenz 
bis zum Einfluß der Stockach) von 5 km, 
größter Breite (von Arbon bis Friedrichs 
hafen) von 14,5 km und bei Mittlerin 
Wasserstand (398 m ü. M.) von 539 qkm 
Flächenranm. Der B. teilt sich in bett 
Obersee und den Untersee, ersterer 
mit einer größten Tiefe von 302 m (zwi 
schen Rorschach und Lindau) und 260 m 
(zwischen Friedrichshafen und Rorschach), 
während letzterer nur 20 m Tiefe hat. ®tc 
Schiffbarkeit des Bodcnsecs wird durch 
den Winter zuweilen beeinträchtigt, und 
öfters (zuletzt 1870 und 1879—80) war 
die Eisdecke sogar stark genug für den Ver 
kehr. Das ganze Südnfer voir Rorschach 
über Roinairshorir und Konstanz begleitet 
die Eisenbahn, und am Nordrand mün- 
dell Bahnen bei Radolfszell, gegenüber 
Konstanz, bei Friedrichshafen, Lindau 
ilild Bregenz. Zwischeir Romanshorn 
und Lindau - Friedrichshafen läuft eiir 
eiserrres Trajektschiff (13 m lang, 11 m 
breit, mit 1,6 m Tiefgang) von 200 
Pferdekräften und 2000 metr. Ctr. La 
dungsfähigkeit. Es hat ans dem Verdeck 
2 Bahngeleise für 14—16 Güterwagen. 
Die Entfernung (12 km) wird in einer 
Stunde zurückgelegt. Die zuin Deirtschen 
Reiche gehörige Flotte des Sees bestaird 
31. Dez. 1877 aus 37 Segelschiffen (17 
eisernen) von 3383 Ton. und 22 eisernen 
Dampfern von 1375 T., zusanimen 59 
Schiffen von 4758 T. Das erste Dampf 
schiff befuhr den See 1825, jetzt sind 30 
Danipfer von 1820 Pserdckräften thätig 
lind zwar durch folgende Gesellschaften) 
Name der Gesellschaft 
Schweizer. Dampfbootge- 
scllschaft für Untersee u. 
Rhein in Schaffhnusen. 
Schweizer. Nordostbahnge 
sellschaft in Zürich . . 
Großh. bad. Dampfschiff- 
fahrtsverw. zu Konstanz 
Kgl. Iviirtt. Dampfschiff 
fahrt in Friedrichshafen 
Königl. bayrische Dampf 
schiffahrt in Lindau . . 
Dam- 
Pfcr 
95 
370 
420 
458 
277 
Per- 
sonen- 
rauin 
1050 
2650 
3050 
2400 
Das schon erwähnte Trajektschiff ist den 
beiden letztgenannten Gesellschaften sowie 
der Schweizerischen Nordostbahngesell 
schaft gemeinsam und nicht mit aufgeführt. 
Bodö, Hauptort des norweg. Amtes 
Nordland, am Saltenfjord; (1876) 1478 
Einw. Deutsches Vicekonsulat (Amtsbe 
zirk: Zolldistrikt B.). 1879 verkehrten hier 
7 deutsche Schiffe von 3427 Ton. 
Bogota (früher Santa Fê de B.), 
Hauptstadt der südamerikan. RepublikKo- 
lumbien; (i879) 40,883 Einw. Deutsches 
Generalkonsulat und Konsulat; Banco 
de Colombia, Banco de B. (letztere hat 
zu den Meßzeiten, im Februar und Juni, 
eine Agentur inMaganguê; ihre Noten 
laufen dem baren Geld gleich um). 
Die Waren lverden über den am Magda- 
lenenfluß gelegenen Ort Bodega de B. 
bezogen, lvo die Dampfer der Hamburg- 
Südamerikanischen Paketfahrt-Aktienge 
sellschaft und der Royal Mail Steam 
Packet Co. anlegen. — P l a tz g e b r ä il ch e. 
Chinarinde verkauft man für das Kilo 
gramm, Rohzucker, Reis, Kautschuk, 
Ochsenhäute für den Quintal (100 Pfd.), 
raffinicrtcnZncker für die Arroba (25Pfd.),
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.