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Boston — Boulogne.
des Stcucrertrags auf 7-,« Mill. Mk. hält
man für zu hoch, doch glaubt man, das;
B. nicht nur seine eignen Kosten zu decken
vermag, sondern auch Überschüsse liefern
kann. Ausgeführt werden namentlich:
Hornvieh uiid Schweine nach Dalmatien,
Schaf- und Ziegenhäute nach Wien und
Budapest. Die Ausfuhr von Fellen wilder
Tiere beträgt im Durchschnitt: 25,OOOHa-
scn, 10,000 Füchse, 9000 Marder, 3900
Dachse, 3OOO Iltisse, 1000 Eichhörnchen,
800 Boise. Die BoHe (250 Ion.)
nach Österreich, ebenso als einzige Jn-
dnstrieprodukte Hufeisen und Nägel.
Boston (spr. bòssi'»), Hauptstadt des
nordamerikan. Staats Massachusetts, an
der gleichnamigen Bai des Atlantischen
Meers und den Eisenbahnlinien B.-
Montreal und B.-Buffalo, bedeutender
Jndnstrieplatz und Hauptsitz der Fischerei
und des Eishandels, Station der Leyland-,
Warren-, Cunard-, Sears-, Anchor-, Whi-
tecroß-Linien u. a.; (isso) 362,535 Einw.
Deutsches Konsulat; Handelskammer;
Nationalbank, Long Island Bank, Na
tional City Bank u. a. — Sehr ansehnliche
Fabrikation von Maschinen, Eisen
gußwaren, Glas, Gold- und Silberwaren,
Uhren, Nähmaschinen, Pianinos und Or
geln, Hüten, Pelzwaren, Möbeln, Leder,
Segeltuch, Tauwerk, Wolle, Baumwolle,
Papier, Zucker, Num, Seife rc.; auch
Bier- und Alebrauerei sowie Schiffbau
bedeutend. B. ist zugleich Hauptsitz der im
ganzen Staat Massachusetts eifrig gepfleg
ten Schuhwarenindustrie (1879 : Ausfuhr
2,040,369 Kisten). Wert aller Industrie-
produkte (einschließlich der Produktion
der übrigen wenigen Orte der Graf
schaft Suffolk) 1878: 345,4 Mill. Mk.
Seine hohe Bedeutung verdankt B. aber
dem Handel. Der vortreffliche Hafen
ist zu jeder Jahreszeit offen und kann
500 Schiffe fassen; die größten Schiffe
können hier volle Ladung nehmen und
mit 29 Fuß Tiefgang auslanfen, wäh
rend die Befrachtung vermittelst eigens
dazu gebauter Elevatoren geschieht. Außer
den Bahnen gehen mehrere Kanäle nach
W. (darunter der Middlesex-Kanal, der
sich bis an den Merrimac erstreckt und
B. mit Concord in New Hampshire ver
bindet). B. besitzt nlit Charlestown eine
Handelsflotte von 801 Segelschiffen von
278,730 Ton. und 92 Dampfern von
23,700 T. Den Hauptverkehr bildet die
Ausfuhr von Getreide und Lebensmitteln
nach Europa. Im Jinporthandel nimmt
B. für Wolle die erste, für Zucker die
zweite Stelle ein. Sowohl Einfuhr als
Ausfuhr zeigen eine steigende Tendenz.
Es wertete (in Millionen Mark):
Einfuhr Ausfuhr
1878: 154,1 212,5
1879: 203,9 218,4
Die Hauptgegenstände waren 1879
Millionen Mark):
Einfuhr
Zucker und Melasse 49,i
Wolle u.Wollwaren 33,2
Häute und Leder . 27,a
Chemikalien. . . 17,6
Eisen und Stahl . 13,o
Zinn u. Zinnwaren 5,7
(in
36,1
32,s
Ausfuhr
Weizen und Mehl
Rohbaumwolle.
Speck und Schinken 27,a
Mais 14,8
Rindvieh .... 14,3
Schweinefett. . . 11,9
Andre bedeutende Ausfuhrartikel sind:
Blättertabak, Schweinefleisch und Baum-
wollwaren, in jüngster Zeit auch Pe
troleum für die Mittelmeerhäfen. Bon
DcuM#nb, bcë 1879 für 2,085,287 Bis.
importierte, gelangen hierher namentlich:
Posamenten j Wollwaren, Chemikalien,
Baumwollwaren, Bücher. Doch nahm
die deutsche Schiffahrt erheblich ab; 1878
liefen nur 10 deutsche Schiffe von 4169
Ton. ein, wogegen:
britische ... 1547 von 752367 Tonnen
amerikanische . 573 - 224835 -
überhaupt . . 2203 - 1018955
Das Clearinghousehattc folgende Umsätze:
1878: 9,308,88 Mill., 1879: 11,232,48
Mill.Mk. — Wechselkurse notiert man
auf Amsterdam, Bremen, Hamburg, Lon
don,Paris nach den Normen von NewPork.
Botoschon, Stadt in Rumänien
(Moldau), an dcrCzernowitz-Jassy-Bahn;
39,941 Einw. Deutsche Konsillaragentnr.
Boulogne (spr. bulünnj), Seestadt im
franz. Departement Pas de Calais, be
suchtes Seebad und Station der Franzö
sischen Nordbahn, Station der Dampfer
der Steam Navigation Co.; (wo) 40,075
Einw. Deutsches Bicekonsulat; Handels
gericht; Société generale. —Der Hafen ist
für Handelsschiffe trefflich geeignet, obschon