Deutschlands Mehreinfuhr von Gold.
Monate
1896
kg
1897
kg
1898
kg
Januar
Februar
März.
April.
Mai .
Juni .
Juli .
August
September
Oktober.
November
Dezember
+ 5 110
+ 1866
— 2 519
— 8 033
+ 14 848
— 4 257
+ 2493
+ 5 639
+ 3 356
— 1280
— 10 375
+ 3 544
+ 459 + 13 733
+ 306 —17 840
— 1714 — 1941
— 3 021 + 8 975
— 5197 + 8 028
— 2 413 + 6 511
+ 288 + 1025
+ 6 046
+ 8 844
+ 11 118
139 + 6 695
369 + 4 995
Summe
+ 10 752
+ 14 208 I + 30 181
so namentlich im April; sie erhöhte ihren Diskontsatz im September
auf 4 o/o, obwohl seit dem Juli die Goldeinfuhr überwog; und sie
ging im Oktober auf 5 °/o, obwohl in diesem Monat nur wenig
mehr Gold ins Ausland ging als hereinkam. Im Januar und
Februar 1897 ging die Bank mit ihrem Diskontsatz von 5 auf
3V2 °/o hinab, trotz einer kleinen Mehrausfuhr von Gold. Vom
10. April bis 6. September blieb sie auf 3 %, trotzdem vom Juni
an die Goldausfuhr ständig überwog. Obwohl vom Oktober an
große Goldmengen zuflössen, ging sie am 11. Oktober aus 5 °/o,
welcher Satz trotz fortgesetzter Goldzufuhr bis zum Januar 1898
beibehalten wurde. Im Februar ermäßigte sie ihren Diskont auf
3 °/o, sah sich aber dann im Mai durch den starken Goldabfluß,
welcher infolge des spanisch-amerikailischen Krieges eintrat, zu einer
Erhöhung auf 4 °/o genötigt. Die Monate Juli, August und Sep
tember brachten wieder einen starten Goldzuflnß, trotzdem war die
Bank genötigt, am 10. Oktober mit ihrem Diskont auf 5 % zu
gehen.
Nur in einem einzigen Falle ist also ein Zusaiumenhang zwischen
Goldexport und Diskonterhöhung unzweifelhaft klar, ein regelmäßiger
Zusammenhang läßt sich jedoch nicht nachweisen. Während die Ein
fuhr und Ausfuhr von Gold in den einzelnen Jahren einen ganz
ungleichmäßigen Verlaus zeigt, weisen die Veränderungen des Diskont
satzes eine weitgehende Gleichförmigkeit aus. In allen drei Jahren
erfolgte im Oktober fast genau an: selben Tag (zweimal am 10., ein
mal am 11. Oktober) die Diskonterhöhung auf 5 °/o, in den drei