Full text : Der Zukunftsstaat und die Lösung der socialen Frage

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Ehe  und  Familie  sind  so  werthvolle  Einrichtungen  der  weisen
Weltregierung,  daß  die  Menschheit  auf  sie  niemals  wird  verzichten
wollen;  denn  sie  sind  die  treuen  Hiitcr  der  Sittlichkeit  und  deshalb
für  den  Fortbestand  eines  jeden  Staatswesens  unentbehrlich.  Die
Familie  ist  der  Grund  und  Eckstein  des  bürgerlichen  Lebens,  sie  ist
die  ursprünglichste,  urälteste,  menschlich-sittliche  Genossenschaft,  aber
eine  Genossenschaft,  die  erst  durch  das  Christenthum  die  rechte
Weihe  und  Widerstandsfähigkeit  gegen  oftmals  geplante  Angriffe
erhielt.  Und  das  ist  geschehen,  seit  die  Stellung  der  Frau,  das
eheliche  und  Familienleben  durch  die  christliche  Lehre  verschönt
worden  ist.  Die  Jdealisirung  des  ewig  Weiblichen  hat  die  Sitten
geniiibcttunbbic  Gunst  mö#9  #tbcrt.  3)tc  Giuiü;
fation  und  die  Bestandeskraft  der  christlichen  Staaten  hat  ihren
Grund  in  der  Unification  der  Frau  mit  dem  Manne,  in  der  Hochschätzung ­
  der  ehelichen  Treue  und  Häuslichkeit,  in  der  Anerkennung
der  weiblichen  Vorzüge,  in  der  Darstellung  der  Schönheit,  Liebe
und  Tugenden  der  Frauen.  Die  Art  der  Emancipation,  welche
ihnen  von  den  modernen  politischen  Parteien  mtb  socialen  oectireru
geboten  werden  will,  kann  sie  nicht  begeistern,  ihr  weibliches  Naturell ­
  und  Gefühl  bleibt  kalt  für  diejenigen,  welche  blos  die  materielle ­
  Seite  des  Lebens  in  den  Vordergrund  stellen.  Das  deutsche
Weib  (Ausnahmen  giebt  es  leider  auch  bei  uns  schon)  setzt  noch
sein  höchstes  Ideal,  ein  glückliches  Familienleben,  über  eine  vergoldete ­
  Selbstständigkeit  der  „Emancipation".  Die  Liebe  hält  längn
noch  als  der  Haß,  denn  die  Liebe,  sagt  das  Dichterwort,  stirbt  nicht.
Der  Klassenhaß  aber,  mit  Hilfe  dessen  die  socialdemokratischen  Agitatoren ­
  ihre  Principien  von  der  materiellen  Befreiung  unter  Dach
und  Fach  zu  bringen  suchen,  hat  nichts  mit  der  Liebe  gemein  und
ist  Feind  des  Familienlebens,  damit  hat  sich  die  Socialdemokratie
von  vornherein  die  christliche  Frau  zur  Feindin  gemacht  und  an
bi#  getnb#aft  ivitb  fie  selbst  nad)  Ucbcmmbirnß  anbetn:
Schwierigkeiten  nothwendig  zu  Grunde  gehen.  <co  ist  denn  da.
geben  in  bet  ^amitié  baö  beste  uot  alíen  foeiaieu
            
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