Full text : Preußisches Landbuch

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in  seinem  Testament  vom  15.  April  1845  10,000  Thlr.  nnd  zwei  daselbst ­
  belegene  Hänser  znr  Unterhaltnng  eines  besonderen,  bei  der  indischen ­
  Gemeinde  anzustellenden  Rabbiners,  sowie  theilweise  zur  Unterstützung ­
  armer  jüdischer  Wittwen.  Ferner  setzte  er  10,000  Thlr.  ans,
deren  Zinsen  a)  mit  100  Thlr.  znr  Ansftener  einer  armen  jüdischen
Brant;  b)  mit  5O  Thlr.  znr  Unterstützung  eines  armen  jüdischen  Jünao)
  mit  60  Thlr.  für  die  am  Sterbetage  des  Stifters  nnd
seiner  Ehefrau  abzuhaltenden  üblichen  Gebete;  6)  mit  140  Thlr.  zu
verschiedenen,  von  ihm  bezeichneten  wohlthätigen  Zwecken  verwendet
werden  sollen.
C  o  h  n  sche  Stiftung  zu  Königsberg  N.  M.
Banquier  Benjamin  David  Cohn  zu  Berlin  bestimmte  1836  die
Şnnnne  von  600  Thlr.  zu  einer  milden  Stiftung:  die  Zinsen  sollen
zunächst  an  die  Wittwen  und  demnächst  an  die  Kinder  eines  seiner
Beuvandten  zu  Königsberg  gezahlt,  nach  deren  Ableben  aber,  je  nach
dem  Zinsen-Ertrage  6  oder  7  Thlr.  jährlich  an  die  städtische  Ármenoste ­
  daselbst,  4  Thlr.  an  den  Rabbiner,  der  Rest  an  vier  arme  jüdische
Familien  daselbst  vertheilt  werden.

Co  hustä  d  t  scheS  Legat  zu  Steinau.
Das  Kapital  besteht  in  50  Thlr.,  deren  Zinsen  einem  Orts-Armen
gegeben  werden.
Colbergsche  Stiftungen  und  Vermächtnisse.
Der  im  Jahre  1839  zu  Stralsund  verstorbene  Rathsverwandte  Co  lb
  erg  vermachte  beinahe  sein  ganzes  Bermögen  zu  wohlthätigen  Zwecken.
Er  setzte  ans  _  1)  dem  Lazareth  der  Stadt  3000  Thlr.,  deren  Zinsen
zur  beiseren  Berpflegnng  der  Kranken  verwendet  werden  sollten;  2)  dem
Waisenhause  der  Stadt  3000  Thlr.,  von  deren  Zinsen  Schlaf-Matratzen
angeschafft  und  unterhalten  werden  sollen;  3)  dem  städtischen  Kloster
(Hospital)  St.  Johannis,  in  welchem  armen  Leuten  gegen  ein  billiges
Einkaufsgeld,  freie  Wohilnng  ans  Lebenszeit  und  in  einem  Borhause
Schlafstelle  gewährt  werden  2000  Thlr.,  von  deren  Zinsen  die  Speisung ­
  der  Bewohner  des  Vorhauses  bewirkt  werden  soll.  Zur  innern
Ansziernng  der  zum  Kloster  gehörigen  Kirche  1000  Thlr.-  4)  dem
städtischen  Kloster  (Hospital)  zum  h.  Geist,  in  dem  sich  —  außer  dem
Hanse  für  Prövcner,  welche  für  ein  zu  erlegendes  Eiukaufsgeld  freie
Wohnung  und  andere  Bedürfniste  empfangen  —  noch  ein  großes  Haus
N?  o#  eine  gemein,
WI#  6tnbc  bem^en,  gegen  eine  gelinge  9%%%  onfqenommcn
werben  nnb  W  sogenannte  mit  18  Gonfia,n,nein
zur  unentgeltlichen  Aufnahme  armer  gebrechlicher  Leute  befinden  2000
Thlr.,  von  deren  Zinsen  die  Bewohner  des  großen  und  des  Elendenwarmer
  @up¡,e  gereist  werben  sollen;  5)  ;ur  %ef#fnng
eine*  Wonbeg  in,t  Boijnnngcn  für  12  arme  ^igei  feiten
Grades,  zu  welchen  hier  verfassungsmäßig  die  Zuuftgeuossen  der  sogenannten ­
  Bier-Gewerke  (Festbäcker,  Schuster,  Schneider,  Schmiede)
sowie  der  meisten  übrigen  Handwerke,  auch  die  Schiffer,  Notarien
            
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