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1 von dem klassischen Gesang-Berein zu Potsdam: 12 Stellen hat das
Civil-Waisenhaus aus seinen Mitteln botivi.
Claassensche Stiftungen.
Der ant 22. August 1845 in Breslau verstorbene Partikulier Johann
Heinrich Theodor Claassen setzte a) zum Universal-Erben seines Nach
lasses ein dort neu zu begründendes und für ewige Zeiten unter des
Magistrats und der Stadtverordneten Verwaltung zu stellendes Siech
haus für altersschwache und sieche Einwohner der Stadt ein, welches
den Namen „Johann Heinrich Theodor Claassensches Siechhaus"
führen soll. Diese Anstalt hatte im Jahre 1862 sechszig Inquilinen;
Einnahme war6125Thlr., Kapital-Vermögen 118,000Thlr. Claassen
vermachte ferner b) dem Hospital zu Allerheiligen 12,000 Thlr;
c) deni Blinden-Institut 2000 Thlr., d) der Armen - Verwaltung
20,000 Thlr., welche als „Johann Heinrich Theodor Claassensches
Vermächtniß" besonders verwaltet und von deren Zinsen vorzugsweise
seine Geschwister und Halbgeschwister und deren Kinder unterstützt
werden sollen; e) dem Elemcntar-Schnlcn-Fonds der Stadt 5000 Thlr.;
f) der höheren Bürgerschule zur besseren Dotirung zweier Lehrer, zum
Besten des Schul-Apparats und zur Fundirung von wenigstens fünf
Freistellen für Söhne von Bürgern und Beamten der Stadt 10,000
Thlr.; g) zum Bau einer neuen höheren Bürgerschule oder deren Er
weiterung 15,000 Thlr.; h) dem Verein für Äleinkiliderbewahr An
stalten 5000 Thlr.; i) dem reformirten Armenhause 2000 Thlr.;
k) der Bürger-Versorgungs-Anstalt 10,000 Thlr. Das Claassen sche
Siechenhans erhielt mehrere Zuwendungen.
Joh. Hein. Claren,
Kaufmann zu Köln (t 25. Juli 1856) vermachte dem dortigen Bürger-
Hospital 105 Morgen Grundstücke im Werthe von etwa 10,500 Thlr.
zur Errichtung einer Stiftung für bedürftige Mitglieder seiner Familie
väterlicher und mütterlicher Seite oder in deren Ermangelung für nicht
verwandte Bedürftige im Bürger-Hospital. Die Armen-Vcrwaltung
zu Köln ist gehalten, aus den Einkünften des Stiftungs-Fonds jährlich
am Sterbetage des Stifters einige religiöse Handlungen vornehmen
und unter die denselben beiwohnenden Armen ein Malter Korn oder
dessen Werth vertheilen zu lassen. Noch setzte Clären mehrere an
dere Vermächtnisse aus: so z. B. vermachte er dem Fonds der katho
lischen Armen-Schulen ein Kapital von 2400 Thlr., um die Zinsen
davon nach dem Bedürfnisse der einzelnen Schulen zu verwenden.
Cla sen sche Stiftung.
von dem Rittergutsbesitzer Christian Friedrich Cla sen in Warnsdorf
bei Wittstock 1847 begründet. Kapital 2000 Thlr. Von den Zinsen
dient: a) die eine Hälfte zur Deckung deS Schulgeldes und Anschaffung
der erforderlichen Schulbücher sowie der nöthigen Bekleidung für arme
Kinder aus den Ortschaften Gross- und Klein-Wegenitz und Klein-
Beuster und allen zum Schulverbande von Klein-Beufter (Osterburg)