Full text : Preußisches Landbuch

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Zur  Unterstützung  armer  Familien.  Die  Geber  haben  vorzugsweise  das
Recht,  ihre  Armen  dem  Vereine  zu  empfehlen.  Rendant  Ferd.  Jacques. ­
  Um  die  Mittel  zum  Wohlthun  zu  vermehren,  findet  alle  2  Jahre
eine  Ausstellung  statt,  die  aus  Geschenken  verschiedener  Kunst-  und  Gebrauchsgegcnstände
  besteht  und  zu  angemessenen  billigen  Preisen  verkauft
werden.
Frauenhaus  zu  Köln,
ein  Asyl  für  alte  Frauen  und  Jungfrauen  rv.  Konfession.  Privat-Jnstitnt,
  besteht  es  durch  milde  Gaben,  Pensionsbeirräge,  Zuschüste  der
städtischen  Armen  -  Verwaltung  und  aus  dem  Ertrage  gefertigter  Arbeiten. ­
  Im  Jahre  1861  wohnten  hier  23  Personen  und  außerdem  3
Diakoniffen,  von  welchen  eine  als  Gemeinde-Diakonissin  die  Armen  und
Kranken  in  der  Stadt  besuchte  und  ihnen  täglich  Mittags  Suppe  verabreichte, ­
  die  zweite  das  Hauswesen  besorgte,  und  die  dritte,  von  einer
Gehülfin  unterstützt,  einer  Kleinkindcr-Bewahrschulc  vorstand.

Frauen-Kranken.Verein  zu  Berlin.

Er  besteht  seit  1833,  ist  von  Goßner  gestiftet  und  besitzt  (Potsdamerstraße ­
  31.)  ein  eigenes  (Elisabeth-)  Krankenhaus,  worin  verlassene
und  elende  Kranke  weiblichen  Geschlechts  gepflegt  und  mit  religiösem
Trost  gestärkt  werden.  Außerdem  unterhält  der  Verein  eine  Kinder-Station
  und  12  Krankenbetten  für  Brustleidende;  ein  Räh-Verein
von  Frauen  und  Jungfrauen  besorgt  die  Herstellung  der  Wäsche  rc.
Abonnement  von  jährlich  2  Thlr.  für  kranke  weibliche  Dienstboten.
Jährliche  Einnahme  10—11,000  Thlr.  Die  dem  Verein  in  älterer ­
  Zeit  gewordenen  Zuwendungen  s.  bei  Lisco  (S.  188.  438):  in
netterer  Zeit  widmeten  Fräulein  Tismar  (1857)  10,000,  Gräfin  Pcrponcher
  (1860)  1000,  Justizräthin  Dnncker  (1862)  3000  Thlr.  rc.
Gemeinschaftlich  mit  dem  Go  ßncrschen  Missions-Verein  wird  jetzt  ein
neues  Haus  für  die  Zwecke  beider  Stiftungen  erbaut.
Frauen  Missions-Verein  für  China.

Derselbe  besteht  in  Berlin  seit  1849,  männlicher  Vorstand  Pastor
Knak.  Der  Verein  hatte  1858  einen  Fonds  von  5000  Thlr.  Einnahme ­
  war  18L?  einschließlich  des  Bestandes  aus  vorigem  Jahre  7865
Thlr.,  Ausgabe  7123  Thlr.  Zn  seinen  Schöpfungen  gehört  (I860—
1863)  em  FlndelhauS  auf  Hongkong,  dessen  Herstellung  etwa  20,000
Thlr.  gekostet  hat;  cs  ist  bestimmt,  Rettungshaus  für  kleine  Chinesen-Mädchen
  zu  fern  und  wird  von  Diakonissen  verwaltet.
Frauen,  und  Jungfrauen-Verein  zu  Delitzsch.
Derselbe  bezweckt  dK  Bekleidung  von  weiblichen  Konfirmanden  und  die
Ertheiluttg  von  ^ah,-Unterricht.  Er  zählt  96  Mitglieder,  hat  600  Thlr.
Vermögen  und  beaufsichtigt  die  Kleinkinder-Bewahr-Anstalt.  :
strane»'  und  Iungfrauen-Näh-Verein  zu  Essen,
aus  etwa  80  Mitgliedern  cv.  Konfession  bestehend,  die  alle  8  oder  14
Tage  zur  gemeinsamen  rbett  in  dem  Lokale  der  Töchter-Schule  zusammenkommen. ­
  Er  lirsnt  armen  Wöchnerinnen  die  Bekleidung  für
            
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