Full text : Preußisches Landbuch

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sie  auch  nach  seinem  Ableben  gesichert  sei.  Die  4000  Thlr.  werden
bei  dem  „  Central-Fonds  der  Kleinkinderbewahr-Anstalten"  (s.  d.)  verwaltet. ­

Alter-Verpflegungs-Anstalt  zu  Kösfeld.
Zum  Zweck  der  Errichtung  einer  solchen  schenkten  zwei  Ungenannte  der
Stadt  (1862)  die  Summe  von  15,000  Thlr.
Alterversorgungö-Anstalt  der  jttdischen  Gemeinde  zu  Berlin,
im  Jahre  1829  in  der  Oranienburger  Straße  Nr.  6.  als  eine  Armenresp.
  Versorgungs-Anstalt  zu  dem  Zweck  begründet,  daß  darin  freundliche ­
  Aufnahme  und  angemesiene  Verpflegung  solche  unvermögenden
Individuen  der  jüdischen  Gemeinde  finden  sollten,  welche  wegen  Altersschwäche ­
  und  Gebrechlichkeit  außer  Stande  sind,  ihren  Unterhalt  weiter
zu  erwerben.  Im  Jahre  1840  wurde  für  die  Anstalt  ein  neues  Gebäude ­
  in  der  Großen  Hamburger-Straße  Nr.  26.  hergestellt  und  eingerichtet ­
  und  sie  erhielt  mittelst  Statuts  vom  15.  Juli  1844  die  Bestimmung, ­
  einzelne  Individuen  auch  gegen  ein  Einkaufsgeld  aufzunehmen. ­
  In  dieser  Beziehung  sind  der  Anstalt  mittelst  Kabinets  -  Ordre
vom  13.  Oktober  1855  Korporations-Rechte  insoweit  verliehen,  als
solche  zur  Erwerbung  von  Grundstücken  rc.  erforderlich  sind.  Die  Anstalt, ­
  welche  im  Jahre  1844  ein  Vermögen  von  7500  Thlr.  hatte  und
17  Personen  verpflegte,  erhielt  im  Laufe  der  Zeit  von  Alexander,
Beschütz,  Leo,  Rieß,  Salheim  u.  Anderen  ansehnliche  Zuwendungen. ­

Altmärkische  Hlllfskaffe  zu  Stendal,
ein  kommunalständisches  Darlehns-Institut,  von  König  Friedrich  Wilhelm ­
  IV.  mit  30,000  Thlr.  dotirt.  Statut  vom  11.  Oktober  1852
(Rauer,  Neuere  ständische  Gesetzgebung  S.  411.).  Ein  Theil  der
Zinsen  wird  zur  Vermehrung  des  Stamm-Kapitals,  ein  Theil  zur  Prämiirung
  von  Sparkassen-Jntcresseuten,  der  Rest  zu  gemeinnützigen  Anlagen ­
  verwendet.  Das  Stamm-Kapital  betrug  Ende  1863  bereits
37,430  Thlr.
Altmärkischer  Verein  für  vaterländische  Geschichte  und  Industrie,
im  Jahr  1836  zu  Salzwcdel  begründet,  zählt  51  Mitglieder  und  hat
eine  Sammlung  historisch  merkwürdiger  Gegenstände,  eine  Bibliothek
und  einen  Fonds  von  500  Thlr.
Altmärkisches  (Stendalsches)  Stipendium,
im  Betrage  von  etwa  40  Thlr.  bei  der  Universität  Frankfurt,  jetzt
Breslau  begründet.  Nach  der  Observanz  kommen  vorzugsweise  die
Söhne  der  ordentlichen  Profesioren,  und  sodann  die  der  außerordentlichen ­
  Profesioren  zum  Genuß.  In  Ermangelung  solcher  Berechtigten
fällt  die  Einnahme  zunächst  an  die  unbesoldeten  Professoren,  und  wenn
solche  nicht  vorhanden  sind,  an  die  Universitätskasse.  Die  Kollation
des  Stipend«  und  die  Verwaltung  des  Fonds  steht  der  Universität  zu.
            
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