Full text : Preußisches Landbuch

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fèto  estent  übertragen.  Auch  in  neuerer  Zelt  erhtelt  das  Institut  mancherlei ­
  Zuwendungen.  Dom-Kapitular  Anton  Herntsch  (t  1843)
fette  es  rum  Universalerben  seines  Vermögens  (5500  Thlr.)  ein.  Tte
unverehelichte  Parch  oto  ska  (t  1861)  legirte  2190  Thlr.  Vergi,
v.  Kranichst  edt.
v.  Fiirstenauscbeß  BermLchtniß.
Bon  Kaspar  v.  Fürstenau  aus  Dobschütz  (Görlitz)  herrührend  (1638).
Nach  dem  Reeeß  von  1681  sind  4000  Gulden  meistmsch  auf  die
Güter  Dobschütz,  Lissa,  Ullersdorf  und  Kodersdors  radicirt,  von  welchen ­
  'bie  Zinsen  an  arme  und  preßhafte  Leute,  so  ihr  Brot  nicht  erwerben ­
  können,  aus  den  dortigen  Gütern  vertheilt  werden  sollen.  Aus
einem  nicht  rechtzeitig  eingegangenen  oder  verwendeten  Theile  der  Zinsen ­
  entstand  später  ein  besonderer  Fonds  von  2000  Thlr.  fachslsch,
welcher  seit  1833  zugleich  mit  dem  obigen  Legat  von  der  k.  sächsischen
Regierung  an  die  Instituten-  und  Kommunal-Kasse  der  Regierung  zu
Liegnitz  überging,  und  seit  1840  seiner  ursprünglichen  Bestimmung  gemäß ­
  verwendet  wird.
Gras  v.  Fürsteilstein,
Kammerherr  und  Landrath  a.  D.  aus  Ullersdorf  (Rothenburg)  überwies
am  2.  Oltober  1862  den  Gemeinden  Kodersdors,  Alt-Sarichen,  Neu-Säricheu,
  Ullersdorf  und  Baarsdorf  je  100  Thlr.  mit  der  Bestimmung,
die  Zinsen  davon  alljährlich  am  2.  Oktober  unter  die  Armen  genannter
Ortschaften  zu  vertheilen.
Daniel  Gottfried  Fuhrm  a  n  n,
&u  Min  (t  1856),  ocniia#  bet  Stabt  Min
—  da  seine  Familie  dieser  ihren  Wohlstand  zu  verdanken  habe  —  zu
Sweden  bet  %nneu,0ettoaitunß:  1)  bag  in  bet  41  be,
leqene  schuldenfreie  Grundstück  (im  Werthe  von  16,900  Thlr.)  unter
der  Bedingung,  daß  dasselbe  für  ewige  Zeiten  schuldenfrei  un  4  esttz
bet  netbleibet,,  )t,  Sweden  betWnuen^ettoaltuuA  »eitoenbet
werde  und  auf  der  Front  in  lateinischen  Lettern  die  Inschrift:  „Gottes
Segen.  Stiftung  der  Gebr.  Daniel  Gottfried  und  Friedrich  Dämel
Fuhrmann"  erhalte.  Zum  Aus-  und  Umbau  der  Gebäude  legirte
er  10,000  Thlr.,  fügte  auch  zu  den  Zwecken  der  Stiftung  noch  200
Tblr.  von  seinen  ausstehenden  Buchforderungen  hinzu.  Er  vermachte
ferner  2)  der  Armen-Direktion  10,000  Thlr.,  deren  Zinsen  alljährlich
am  17.  März,  dem  Geburtstage  des  Testators,  an  arme  Bürger-Wittwen
  unter  Hinweisung  auf  den  Verstorbenen  vertheilt  werden
sollen.  Das  Haus  ist  in  den  Jahren  1857  59  mit  einem  Kostenauf-Wanbe
  von  63,259  Thlr.  umgebaut  worden  und  enthält  jetzt  ein  herrschaftliches ­
  Wohngebäude  mit  zwei  Seitenflügeln,  worin  für  die  16te
Ärr,  ÄÄÄÄ
es  gestatten,  vorzugsweise  den  in  den  nächsten  Stadttheilen  wohnenden
Kindern  ganz  armer  Eltern  ohne  Schulgeldbeitrag,  unb  nut  in  bent
Falle,  daß  durch  die  Aufnahme  solcher  Kinder  die  aus  uOO  Ustl69tzt
            
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