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2200 und 185 Thlr. und eines Beitrages von jährlich 100 Thlr. zur
Unterhaltung an die Kommune gegründet. Die Anstalt ist bestimmt,
Waisen christlicher Religion des Orts ohne Unterschied der Konfession
aufzunehmen. Die Stiftung erhielt unter dem 6. Juli 1837 die lan
desherrliche Genehmigung und wurde von dem Franke zwei Jahre
später noch dadurch erweitert, daß er der Kommune statt des nur für
die Dauer seiner Lebenszeit verheißenen jährlichen Beitrages von 100
Thlr. Aktiv-Kapitalien von mehr als 2000 Thlr. überwies.- Der
die Summe von 2000 Thlr. übersteigende Betrag sollte kapitalistrt
und zur Begründung eines Aussteuer-Fonds für im Institut er
zogene Mädchen verwendet werden.
A mali en-Stiftung,
von dem Banquier Louis Rieß zu Berlin im Jahre 1863 zur Er
innerung an seine verstorbene Mutter Amalie Rieß geb. Meyer
(f 1834) mit einem Kapital von 1000 Thlr. im Anschluß an die
„Henrietten-Stiftung" (s. d. A.) begründet. Die statutarischen Be
stimmungen der letzteren finden auf die Am a li en-Stiftung mit der Maß
gabe Anwendung, daß die Aussteuer innerhalb der durch jene Bestim
mungen gezogenen Grenzen gleichzeitig aus beiden Stiftungen entnom
men werden darf. Die Berwaltung steht dem Kuratorium der „Moses
Mendelsohnschen Waisen-Erzichungs-Anstalt" (s. d. A.), die Auf
sicht dem Magistrat zu. Die Stiftung hat unter dem 27. Mai 1863
die landesherrliche Genehmigung erhalten.
Ambergersche Stiftung zu Solingen.
Sie ist im Jahre 1833 von dem Bürger und Buchhändler Friedrich
Gerhard Amberger begründet, besteht aus einem zur Aufnahme von
3 — 4 Waisen aus der kleineren evang. Gemeinde bestimmten Ge
bäude mit Garten und hat 2350 Thlr. Kapital. Die Kinder werden
zur Zeit im Familien untergebracht und aus den Einkünften der Stif
tung unterhalten.
v. Ammon,
s. Gräfin v. Schwerin. — Kindcr-Warteschule zu Kleve.
v. Ampachsche Dieustbotcu-Prämien-Stiftung zu Naumburg a. S.,
Es werden jährlich an zwei langgcdiente Dienstboten Prämien à 20
Thlr. gezahlt. Die Stiftung hat ein Vermögen von 1000 Thlr.
Amploniauische Stiftung (Collegium Amplonianum).
Eine mit der aufgehobenen Universität Erfurt verbunden gewesene Stif
tung, bestehend in einem Konvikte, welchen der Dr. Amplonius Rat-
tin g er, auch 2lmplonius v. Bergka genannt, 1412 aus seinem Ver
mögen für 14 Schüler und Studirende errichtet hatte. Nach Auf
hebung der Universität wurden die Alumnen-Stellen in Stipendien
verwandelt und nach Inhalt des Statuts vom Jahr 1822 können die
Städte Rheinbcrg 8, Erfurt 2, Erpel 2, Soest 1, Herford 1 einfache
Stipendien (zur Zeit von je 60 Thlr.) verleihen. Das Vermögen
der Stiftung, welches rm Jahr 1818 650 Thlr., im Jahr 1859