Full text : Preußisches Landbuch

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-bestand  (Lisca  S.  266)  das  Kapital  aus  2100  Thlr.,  von  bereit  Zinsen ­
  f  zur  Anschaffung  von  theologischen  Büchern,  die  an  Theologen
geschenkt  oder  zu  ermäßigten  Preisen  abgelassen  werden  und  j  zu  andern ­
  Unterstützungen  für  Theologie  Stndirende  verwendet  werden.
Gursch'scheö  Gestift  in  Frankfurt  a.  O.
Eine  Anstalt  zur  Erziehung  armer  verwaiseter  und  verwahrloseter  Kinder, ­
  seit  1825  bestehend,  von  der  t  Kriegsräthin  Gursch  mit  Zuwendung ­
  von  10,000  Thlr.  begründet.  In  einer  Vorschule  werden  Kinder ­
  unter  10  Jahren  erzogen.  Die  Anstalt  kann  64  Knaben  und  40
Mädchen  aufnehmen  und  bedarf  jährlich  4000  Thlr.  Bäckermeister
Sternberg  (1835)  schenkte  dem  Institut  1000  Thlr.
Gnse  nsche  Stiftung.
Charlotte  Wilhelmine  Wittichow  (t  1857)  legirte  zu  einer  Stiftung,
welche  nach  ihrer  t  Mutter,  der  Wittwe  G  usen,  benannt  werden  sollte,
2000  Thlr.  mit  der  Bestimmung,  daß  die  Zinsen  davon  unter  3  hülfsbedürftige
  Wittwen  und  3  hülfsbedürftige  Jungfrauen  der  Stadt  Stargard
  in  Pommern  zu  gleichen  Theilen  nach  Auswahl  der  beiden  Prediger ­
  an  der  St.  Marienkirche  vertheilt  werden  sollen.
Gustav-Adolphs  Verein  zu  Berlin.
Im  Jahre  1843  zu  dem  Zwecke  zusammengetreten,  bedrängten  Glaubensgenoffen ­
  der  evangelischen  Kirche,  welche  unter  nichtevangelischen
Christen  ihren  Wohnsitz  haben,  in  Betreff  ihrer  kirchlichen  Zustände,
auch  zur  Stiftung  und  Befestigung  von  Kirchensystemen,  vorzugsweise
in  Ländern  deutscher  Zunge,  nach  allen  Kräften  zu  helfen,  sowohl  durch
Geldmittel,  als  durch  geistlichen  Zuspruch  und  durch  geeignete  Fürsprache ­
  bei  Privatleuten  und  Behörden.  Zweig-Verein  des  „Brandenburgschen
  Haupt-Vereins  der  ev.  Gustav-Adolphs-Stiftung"  schließt
er  sich  mit  diesem  gleich  allen  ähnlichen  Provinzial-Vereinen  an  einen
gemeinschaftlichen  Mittelpunkt,  den  „Central-Vorstand  der  ev.  Gustav-Adolphs-Vereine"
  in  Leipzig.  Mitglied  wird,  wer  sich  zu  einem  jährlichen ­
  Beitrage  von  wenigstens  10  Sgr.  verbindlich  macht.  König
Friedrich  Wilhelm  IV.  unterstützte  den  Verein,  sicherte  ihm  einen  jährlichen ­
  Beitrag  von  1000  Thlr.  zu  und  gründete  einen  Gnaden-Fonds
von  12,000  Thlr.  Kapital-Vermögen  hat  der  Verein  11,700  Thlr.
18ff  war  Einnahme  4500  Thlr.,  darunter  1837  Thlr.  Beiträge  der
Mitglieder;  zur  Vertheilung  gelangten  4071  Thlr.  Der  Verein  wird
von  einem  Frau  en-V  crein  unterstützt,  deffen  I.  Abtheilung  dem
Verein  namentlich  durch  musikalische  Aufführungen  zu  nützen  sucht  und
dessen  in  560  Mitgliedern  bestehende  11.  Abtheilung  durch  Einsammln ­
  n  g  von  Beiträgen,  Halten  von  Vorträgen,  wirksam  wird,  auch  durch
eigene  Thätigkeit  die  Zurichtung  von  Anzügen  und  Wäsche  für  die  auswärtigen ­
  Konfirmanden-Häuser  bewerkstelligte.  Vorsitzender  des  Vereins ­
  ist  Gymn.-Direktor  Krech.  Vgl.  Jonas-Stiftung.
Friederike  Gnttentag,
geb.  G  u  1t  ent  a  g  (t  1857  zu  Breslau)  Wittwe  eines  Banquiers,  le-
            
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