Full text: Preußisches Landbuch

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St. Hedwigs-Frauen-Bereiu zu Berlin. 
Er bezweckt die Erziehung armer Waisen der kath. Gemeinde, begrün 
dete das „katholische Waisen-Jnstitut" und erhielt 1841 die beschränk 
ten Korporations-Rechte. Das Vermögen des Vereins belief sich 1863 
auf 70,000 Thlr., einschließlich der Stiftungen und Grundstücke; die 
Jahresbeiträge der Mitglieder ergeben jährlich 1200 Thlr. An der 
Spitze des Vorstandes der Propst zu St. Hedwig. 
St. Hedwigs'Franen-Verein zu Breslau. 
Er wirkt für Wohlthätigkeit und Armenpflege unter der dortigen katho 
lischen Bevölkerung und begründete namentlich das Hans zur heiligen 
Hedwig, dessen Zweck nach dem Statut vom 29. März 1856 auf 
a) Aufnahme und Erziehung verwahrloseter und verlassener Kinder; 
b) Aufnahme und Rettung junger, in sittlicher Beziehung in Gefahr 
schwebenden Frauenspersonen; c) Fürsorge für arme alte Kranke und 
Verlassene in und außer dem Hause gerichtet ist. Der Verein erhielt 
zur ersten Begründung der Anstalt Zuwendungen von Sidonic 
v. Ts chis ch Witz u. A.; später wurden ihm Vermächtnisse zum Theil 
vom Konsistorialrath Gottwald (t 1856) mit 13,970 Thlr., von dem 
Erbscholtiseibesitzer Sonncck (f 1858) mit 20,000 Thlr., vom Kauf 
mann M öcke (t 1859) mit 38,320 Thlr. rc. Die mit den Rechten 
der moralischen Person versehene Anstalt ist in Folge dessen erweitert 
und beherbergte 1864 120 Kinder, die von 12 Schwestern und 5 Kan 
didatinnen erzogen und beaufsichtigt wurden. 
St. HedwigS-Krankeiihauö zu Berlin. 
Aus milden Beiträgen hergestellt, 1854 eingeweiht, zählt es in drei 
Klassen 250 Krankenbetten. Es nimmt Kranke ohne Unterschied der 
Religion auf, wird von barmherzigen Schwestern vom Orden des h. 
Karl Borrouläus geleitet und steht unter Verwaltung des Kirchen-Kolle- 
giums zu St. Hedwig. 
St. HedwigS-KraukeuhauS zu Schloß Falkeubcrg in Oberschlesien. 
1860 durch die Munificenz des Grafen Praschma ins Leben gerufen 
und der Leitung von drei grauen Schwestern anvertraut. Verpflegung, 
ärztliche Behandlung und Medikamente werden unentgeltlich auf Kosten 
des Stifters gewährt. 
St. Hedwigs Kranken- und Waisenhaus zu Löweuberg. 
1860 durch den Pfarrer Aust im ehemaligen Maltefer-Kommende-Ge- 
bäude für Krankenpflege und Waisen-Erziehung begründet. Die An 
stalt wird von einem Kuratorium verwaltet, die innern Angelegenheiten 
stehen unter Leitung des Pfarrers Aust. Die Krankenpflege haben 
5 barmherzige Schwestern vom Orden des heil. Borromäus. Vermö 
gen der Anstalt 8000 Thlr. ; die Kreis-Kommune unterhält zwei Betten 
mit jährlich 120 Thlr. — Waisen befanden sich 1862 im Hause 24, 
darunter 11, für welche das große Militair-WaiseuhauS in Potsdam 
die Pflegcgclder zahlt. 1863 erhielt das Waisenhaus Bermächtnisst 
zutu Betrage von 820 Thlr.
	        
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